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Ein Spiel, zwei Ziele
Ein Spiel, zwei Ziele
04.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr



und Frank Ketterer

Viel unterschiedlicher könnten die Ziele nun wirklich nicht sein: Da der Karlsruher SC, der einen weiteren und vielleicht sogar schon entscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg machen möchte - dort die SG Sonnenhof Großaspach, derzeit mit 39 Punkten ausgestattet und auf Tabellenplatz 17 postiert, die gegen den Abstieg kämpft.

Es hat also durchaus etwas von David gegen Goliath, auch wenn das so krass vor der Begegnung am heutigen Nachmittag im Wildpark (14 Uhr/SWR) natürlich niemand formuliert haben möchte. "Wir haben eine Mission zu erfüllen, und die ist noch nicht zu Ende", sagt stattdessen Kai Gehring, Innenverteidiger des selbsternannten Dorfklubs aus Großaspach. Dass es sich dabei einzig und allein um den Klassenerhalt handelt, steht außer Frage. Und für diesen beißt die Großaspacher "Abwehrkante" tapfer auf die Zähne: Trotz eines Bänderrisses im Sprunggelenk will Gehring gegen den KSC unbedingt auflaufen. "Ich werde am Samstag alles geben", hat er vorab jedenfalls versprochen.

SG-Coach Florian Schnorrenberg hat dennoch große Personalsorgen. Joel Gerezgiher, Jamil Dem, Jonas Meiser und Zlatko Janjic sind verletzt. Patrick Choroba wurde aus disziplinarischen Gründen bis zum Saisonende suspendiert. Kai Brünker und Kapitän Julian Leist sind mehr oder weniger stark angeschlagen und drohen ebenfalls auszufallen. Es ist schon eine ziemliche Malaise, die die Großaspacher da plagt, wenn man so will kommen sie ziemlich auf dem Zahnfleisch daher.

Schnorrenberg wirft die Flinte dennoch nicht vorab schon ins Korn, schließlich waren angeschlagene Boxer schon immer am gefährlichsten. Auch im Wissen darum verspricht der Gästetrainer: "Wir werden alles geben, um eine Top-Leistung auf den Platz zu bringen und um am Ende für eine Überraschung zu sorgen. Wir haben gezeigt, dass wir es jedem Gegner in dieser Liga schwer machen können." Mindestens ein Punkt ist sein Ziel - und natürlich jenes seiner Mannschaft.

Just diesen Punktgewinn werden KSC-Trainer Alois Schwartz und seine Mannen mit aller Macht zu verhindern suchen. Denn nur ein Dreier bietet ihnen die mathematische Grundvoraussetzung für einen vorzeitigen Aufstieg bereits am heutigen Samstag. Zudem hinzukommen müsste eine Niederlage vom derzeitigen Rangdritten Wehen Wiesbaden bei den Sportfreunden Lotte sowie alles bloß kein Sieg von Halle gegen Preußen Münster.

Da ist es bestimmt keine schlechte Idee, den Fokus, wie von Schwartz mehrfach angemahnt, auf die eigene Aufgabe zu legen. Als "schweres Stück Arbeit" bezeichnet der KSC-Coach diese. Schon vorab warnt er: "Wir brauchen Geduld." Zuletzt in München konnte davon keine Rede sein. Bereits nach drei Minuten fiel die Führung gegen die Löwen, auch, weil die Badener für ihre Verhältnisse ungewöhnlich hoch angelaufen waren bzw. früh angegriffen hatten. "Die Mannschaft hat das verstanden", glaubt Sportdirektor Oliver Kreuzer - und präzisiert: "Sie kommt gut ins Spiel, wenn sie agiert und das Heft selbst in die Hand nimmt. Wir müssen den Gegner zu Fehlern zwingen und dürfen nicht nur auf Umschaltsituationen hoffen." Soll heißen: Auch heute gegen Großaspach soll es möglichst so laufen.

Körperlich und mental, davon ist Alois Schwartz überzeugt, sind seine Schützlinge für den Endspurt bestens gerüstet. Dennoch fehlen wird neben dem gelb-gesperrten Marco Thiede wohl Christoph Kobald, der am Donnerstag im Training wieder auf seine bereits in München verletzte Schulter gestürzt ist. Als Ersatzoptionen für die beiden stehen Manuel Stiefler, Alexander Groiß und Burak Camoglu parat.

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