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Der Diamantenformer
08.05.2019 - 00:00 Uhr
Der "Sechs-Milliarden-Euro-Mann", "Christian allmächtig", "Badisches Cleverle" - Christian Seifert hat viele Beinamen. Aber keines dieser Synonyme beschreibt den Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), der am heutigen Mittwoch sein 50. Lebensjahr vollendet, so gut wie jenes überlieferte Zitat aus seinem Mund: "Diamanten werden unter Druck geformt."

Mit diesem Satz beschrieb der in Rastatt geborene Seifert, der einst für den FV Ottersdorf und die "Nullvierer" die Kickstiefel schnürte, einmal den Umgang mit seinen "Untergebenen" in der Frankfurter DFL-Zentrale. Und auch wenn er dabei mit den Augen zwinkerte, so macht die Aussage doch deutlich, was Seifert von sich und seinen Mitarbeitern erwartet: Höchstleistung - darunter macht es der Top-Manager nicht. Schließlich haben Seiferts jahrelange Top-Leistungen ihn zu dem gemacht, was er aufgrund des Machtvakuums beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) derzeit unbestritten ist: Der mächtigste Mann im deutschen Fußball. Und selbst wenn es im Herbst wieder einen DFB-Präsidenten gibt, könnte Seifert diese Stellung behalten.

Schließlich soll der DFL-Chef, der im Jahr 2016 rund sechs Milliarden Euro für den Verkauf der Medienrechte erlöste, im Herbst zu einer Art Ober-Boss des Profifußballs aufsteigen. Nach dem Ende der Amtszeit von Reinhard Rauball wird es wohl keinen Liga-Präsidenten mehr geben - dafür soll ein "Sprecher des Präsidiums" installiert werden. Wer diesen Posten begleiten wird, ist klar: Seifert. Und damit nicht genug. Nicht auszuschließen ist ebenfalls, dass Seifert den deutschen Fußball künftig beim Weltverband FIFA und der Europäischen Fußball-Union UEFA vertritt. Der DFL-Boss hatte zuletzt selbst seine guten Verbindungen zu den Chefetagen beider Verbände betont. Zudem erscheint es mittlerweile sinnvoll, dass sich ein künftiger DFB-Präsident nicht noch durch die Ämter im FIFA-Council und UEFA-Exekutivkomitee belastet. Wie wichtig für den deutschen Fußball eine Stimme in diesen Gremien wäre, hatte Seifert vor kurzem unterstrichen: "In den nächsten zwölf bis 18 Monaten werden wir Diskussionen führen, die richtungweisend für die Zukunft des europäischen und weltweiten und damit auch für den deutschen Fußball sind." Dass der smarte und eloquente Seifert dabei für den deutschen Fußball das Beste rausholen wird, hoffen alle Beteiligten. Schließlich hat Seifert, dessen badischer Akzent in kleinen Gesprächsrunden immer mal wieder leicht zum Vorschein kommt, in den vergangenen Jahren seine Macher-Qualitäten schon oft genug unter Beweis gestellt.

Was der bestens vernetzte Seifert an der DFL-Spitze geleistet hat, verdeutlicht bereits ein Zahlen-Vergleich: Als der frühere MTV-Marketing-Direktor und Karstadt-Manager 2005 seinen Job im Fußball übernahm, machte die Bundesliga 1,3 Milliarden Euro Umsatz. Die bisher letzten offiziellen Zahlen für die Saison 2017/18 wiesen 3,81 Milliarden aus - fast das Dreifache.

An dieser Erfolgsgeschichte hat der schon immer einfallsreiche Seifert ("Weil es in Rastatt keine Fahnen von Borussia Mönchengladbach gab, habe ich mir ein Gladbach-Badehandtuch aus dem Katalog bestellt, an einen Besenstiel getackert und aus dem Fenster gehalten") großen Anteil - und soll es weiter haben: Sein Vertrag läuft bis 2022. (sid )

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