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Der Abschied naht
10.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Michael Ihringer

Wunder gibt es immer wieder, trällerte einst Schlagersängerin Katja Ebstein. Das Wunder, das die Spvgg Ottenau freilich im Abstiegskampf der Landesliga vier Spieltage vor Saisonschluss bewerkstelligen muss, um doch noch auf den letzten Drücker wie in der Vorsaison den Klassenerhalt zu schaffen, kann nur herbeigesungen werden.

Im Gegensatz zur Schlagerwelt mit ihren zuckersüßen Texten ist die harte Realität im Ligaalltag weit von einem Happy End entfernt. Jedenfalls müssten die Murgtäler nicht nur das vorletzte Heimspiel gegen den ebenso abstiegsgefährdeten TSV Loffenau gewinnen, sondern auch sämtliche restliche drei schweren Spiele in Oberachern und Durbachtal sowie im letzten Heimspiel gegen Würmersheim.

Und selbst das würde nicht mehr reichen, wenn der schlingernde Drittletzte FSV Altdorf noch sechs Punkte holen sollte. "Wir versuchen natürlich alles, wir sind aber keine Träumer", weiß der sportliche Leiter Markus Quarz, dass das letzte Stündlein für seinen Verein geschlagen hat.

Für Trainer Giovanni Marotta heißt es in drei Wochen eh Abschied nehmen von der Sportvereinigung. Die zweite Rettungsmission des Urgesteins wird, so ist zu befürchten, diesmal als "Mission impossible" in die Vereinschronik eingehen.

Im Gegensatz zu Hollywoodstar Tom Cruise fehlten dem Italiener schlicht - um in der Filmsprache zu bleiben - die Waffen und Mittel, um gegen die Konkurrenz ankämpfen zu können. Mit 30 Toren der schwächste Angriff, und die Defensive - im Vorjahr mit dem überragenden Torwart Dirk Glaser noch der entscheidende Rettungsanker - war in dieser Saison schlicht nicht mehr der Fels in der Brandung. Marotta: "Wir geben nicht auf, solange rechnerisch noch nichts entschieden ist. Wir müssen natürlich eine Serie hinlegen, nur die hilft uns noch weiter."

Eines hat sogar die Sportvereinigung dem TSV voraus: Loffenau hat noch kein Punktspiel in diesem Jahr gewonnen. Die dürftige Nullnummer gegen die mitgefährdeten Altdorfer war eine weitere Enttäuschung. Nach der starken Phase im zweiten und dritten Drittel der Vorrunde ist der Aufsteiger in der Rückrunde ins Schlingern geraten. Und muss jetzt extrem aufpassen, auf der Zielgeraden nicht noch komplett abzustürzen. Zur absoluten No-Go-Zone, also Platz 14, ist es gerade noch ein Pünktchen Vorsprung. "Es wird jetzt zur Nervenschlacht. Die Leistungen sind zwar noch okay, aber die Chancenverwertung ist seit Wochen schlecht. Wenn eins zum anderen kommt, ist man dann auch irgendwann gehemmt. Wir hoffen sehr, dass wir den Bock endlich umstoßen", erklärt Coach Patrick Ebner. Er sagt aber auch: "Wir haben noch alles selbst in der Hand."

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