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Woods denkt an Geschichtsbücher
15.05.2019 - 00:00 Uhr
Selbst nach seinem märchenhaften Comeback kommt Tiger Woods nicht gänzlich aus den Negativschlagzeilen heraus. Wegen der tödlichen Unfallfahrt eines Angestellten muss sich der Golf-Superstar vor der US PGA Championship mit einer Zivilklage auseinandersetzen. Beim zweiten Major des Jahres hat der frisch gebackene Masters-Sieger aber ausschließlich das Sportliche im Blick - immerhin winken mehrere Einträge in die Geschichtsbücher.

"Ich fühle mich gut. Ich habe ein paar Tage hier trainiert und bin bereit", sagt Woods. Am Montag versuchte er, sich bei zehn Grad, Regen und Wind auf dem Bethpage Black Golf Course buchstäblich warmzuspielen für den Turnierauftakt morgen. Es gelang nur mit Abstrichen: Über seiner Kappe trug der Tiger noch eine Wollmütze. Obwohl die äußeren Bedingungen alles andere als ideal sind für seinen maladen Rücken, machte der 43-Jährige aus seinen hohen Ansprüchen in Farmingdale keinen Hehl: "Mit den fünf Siegen von Walter Hagen und Jack Nicklaus gleichzuziehen, wäre etwas ganz Besonderes."

Doch Woods kann auf dem anspruchsvollen Kurs auf Long Island noch weit mehr erreichen, als "nur" seinen fünften Titelgewinn bei der Championship nach 1999, 2000, 2006 und 2007. Mit seinem 82. Erfolg auf der US-Tour würde er die Bestmarke von Sam Snead einstellen, mit seinem 17. Major-Sieg würde er auf einen Erfolg an Rekordhalter Nicklaus heranrücken, und mit dem Gewinn der Wanamaker Trophy könnte Woods gar an die Spitze der Weltrangliste zurückkehren.

Mit 43 Jahren würde er den Australier Greg Norman als ältesten Branchenprimus ablösen. Damit würde sich ein Kreis schließen: Woods war am 16. Juni 1997 mit 21 Jahren auch die jüngste Nummer eins. Allerdings können insgesamt vier Golfer am kommenden Montag den US-Amerikaner Dustin Johnson (USA) von der Spitze des Rankings verdrängen. Neben Woods, der als derzeitige Nummer sechs den Sprung auf den Thron nicht aus eigener Kraft schaffen kann, sind auch Titelverteidiger und Landsmann Brooks Koepka sowie Olympiasieger Justin Rose (England) und der Nordire Rory McIlroy in der Verlosung. Der Weltranglistenfünfte Justin Thomas (USA) hat seine Teilnahme wegen einer Handgelenksverletzung abgesagt.

Lange Zeit war es für Woods undenkbar, sich überhaupt noch einmal ernsthaft mit einem Major-Sieg oder der Rückkehr auf Platz eins zu beschäftigen. Nach Eheproblemen, Sexskandalen und chronischen Rückenproblemen war die langjährige Nummer eins der Golfwelt (683 Wochen) im Ranking zwischenzeitlich bis auf Platz 1199 abgestürzt.

Der Triumph an der Magnolia Lane in Augusta am 14. April veränderte alles. Die Welt glaubt wieder an das Gesicht des Golfsports, obwohl Woods seither kein Turnier mehr gespielt hat. Stattdessen ließ er sich ausgiebig feiern, etwa in der vergangenen Woche, als ihm US-Präsident Donald Trump die Freiheitsmedaille verlieh.

Die deutsche Fahne bei der Championship, die vom August in den Mai vorgezogen wurde, hält Martin Kaymer hoch. Der 34-Jährige aus Mettmann wird nicht ernsthaft von seinem zweiten Sieg bei diesem Major nach 2010 träumen, immerhin ist er seit fast fünf Jahren ohne Turniererfolg. Doch die Formkurve bei der früheren Nummer eins war zuletzt ansteigend. Kaymer schloss das British Masters zuletzt als Achter ab. Es war sein bestes Abschneiden auf der Tour seit einem halben Jahr. (dpa)

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