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Ein Fest zum Abschied
Ein Fest zum Abschied
18.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr und Frank Ketterer

David Pisot hat einen Wunsch parat für heute Nachmittag. Der Mannschaftskapitän des Karlsruher SC möchte "ein Fußballfest abfeiern", so jedenfalls sagte er es. An passendem Anlass mangelt es nicht. Zum einen steht der KSC bereits vor der heutigen Partie gegen den Rangvierten Halleschen FC (13.30 Uhr/SWR) als Aufsteiger und somit künftiger Zweitligist fest. Zum anderen ist es das letzte Saisonspiel, in dem es für beide Parteien um nichts mehr geht, abgesehen von der Ehre natürlich.

Das freilich reicht aus, um auch KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer einen Wunsch äußern zu lassen. "Einen seriösen Auftritt hinlegen und natürlich gewinnen", lautet dieser. Ein wenig bescheidener ist sogar Cheftrainer Alois Schwartz, dem der Sinn einfach nach einem "tollen, schönen Spiel" steht. Bereits vor diesem blickte Schwartz auf seine gut eineinhalb Jahre im Wildpark zurück.

Am 29. August 2017 trat der KSC-Coach die Nachfolge des gleichsam glücklosen wie wohl überforderten Marc-Patrick Meister an und holte - saisonübergreifend - in 69 Spielen 135 Punkte bei lediglich zehn Niederlagen. Vor einer solchen Bilanz kann selbst Schwartz nur den Hut ziehen. Er tut dies mit einer Zusatzbemerkung: "Wir sind zu Recht aufgestiegen."

Dass das große Ziel "Gemeinsam geschafft!" wurde, wie auf den Aufstiegs-T-Shirts der Spieler zu lesen war, dafür bedankte sich Schwartz ausführlich bei seiner Mannschaft, seinem Trainerteam, der medizinischen Abteilung sowie dem Präsidium ("Die Zusammenarbeit war immer gut") und auch den Fans. "Auch deren Engagement hat uns Punkte gebracht", stellte Schwartz fest. Last but not least erwähnte der KSC-Coach ebenso dankend wie lobend "die kommunikative und fruchtbare Zusammenarbeit" mit Sportdirektor Kreuzer.

Die Mission "Aufstieg" zum Erfolg zu führen, sei zwar "nicht immer leicht gewesen", so Schwartz, nicht zuletzt weil das Wort Geduld nur noch klein geschrieben werde. Die Frage, ob er jemals Zweifel am Aufstieg gehabt habe, "umschiffte" der KSC-Coach: "Zweifler siegen nicht - und Sieger zweifeln nicht", sagte er vielsagend.

Schwartz und Kreuzer werden nicht am morgen startenden Mannschaftsausflug nach Mallorca teilnehmen. Stattdessen ist davon auszugehen, dass Cheftrainer und Sportdirektor an der Kaderzusammenstellung für die nächste Saison arbeiten. Er sei zwar nach wie vor davon überzeugt, dass die jetzige Mannschaft ihre Leistungsfähigkeit noch steigern könne, vor allem die jungen Spieler. "Aber ohne Verstärkungen geht's nicht", stellte Kreuzer dennoch fest. Von zwei oder drei externen Neuverpflichtungen geht er derzeit aus - ohne Namen und Positionen zu konkretisieren. Auch von mehr war schon die Rede. Fest steht wohl lediglich, dass es keine Rundumerneuerung der Mannschaft werden soll. Der ganz große Umbruch steht somit nicht bevor.

Klar sei aber auch: "Für die Spieler, die in der Dritten Liga nicht viel gespielt haben, wird die Einsatzwahrscheinlichkeit eine Klasse höher nicht größer." Jung-Profis wie Janis Hanek oder Tim Kircher ("Die Jungs müssen spielen") sollen deshalb eventuell verliehen werden. Bei anderen Vertragsinhabern wie Alexander Siebeck (25), der zuletzt an den österreichischen Zweitligisten SC Wiener Neustadt ausgeliehen war und zurückkommt, oder Valentino Vujinovic (20), der beim Regionalligisten FSV Frankfurt in 13 Spielen nur viermal zum Einsatz kam und ebenfalls in den Wildpark zurückkehrt, sowie natürlich für Dominik Stroh-Engel (33), der in dieser Saison einmal für eine Minute eingewechselt wurde, strebt der KSC die Trennung an.

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