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Verwirrung in der Landesliga
Verwirrung in der Landesliga
28.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Heiko Borscheid

Ein Gewitter in seiner ursprünglichen Auswirkung könnte im Nachhinein ein selbiges in der Fußball-Landesliga auslösen. Selbst ein Beben ist nicht ausgeschlossen, gibt es doch vor dem am Samstag anstehenden letzten Spieltag der laufenden Saison eine große Unklarheit. Was ist passiert?

Das Auswärtsspiel des Rastatter SC/DJK beim Ligazweiten SC Durbachtal vor zehn Tagen wurde in der 55. Spielminute beim Stand von 3:0 für die Gastgeber wegen eines Gewitters unterbrochen. Das Schiedsrichtergespann wartete daraufhin die Wetterlage ab und war nach - hier gehen die Meinungen auseinander - einer sich noch im Rahmen befindenden Zeit bereit, das Spiel fortzusetzen. Die Spieler des RSC/DJK seien zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr bereit gewesen, die Begegnung fortzuführen. Dies habe der Rastatter Spielführer sogar auf dem Spielberichtsbogen mit seiner Unterschrift bestätigt, erwähnt Staffelleiter Hubert Deuchler auf Anfrage.

Für Christian Unic, Trainer der Rastatter Landesliga-Fußballer, ist die Lage aber keineswegs so eindeutig. "Wir haben mehr als 45 Minuten gewartet, bis wir der Meinung waren, dass jetzt nicht mehr gesielt werden kann", sagt der Coach. Davor sei man ohne Frage bereit gewesen, die Begegnung trotz des Rückstandes fortzuführen. "Nach gut und gerne 47 Minuten waren wir aber der Meinung, es reicht jetzt", so Unic.

Das Schiedsrichtergespann legte vor dem anschließend zu fällenden Urteil Wert darauf, dass die Wartezeit keineswegs so lange gewesen sei. Jedenfalls wurde aufgrund der Meldung der Unparteiischen ein Urteil gefällt, das mit 3:0 und drei Punkten zugunsten des SC Durbachtal ausgefallen ist. Das wiederrum hat natürlich erhebliche Auswirkung auf den jetzt folgenden letzten Spieltag.

RSC/DJK nutzt



Einspruchsfrist aus

Der RSC/DJK bekam das Urteil am vergangenen Donnerstag zugestellt und hat eine Frist von sieben Tagen, um Einspruch einzulegen. "Hätten wir am vergangenen Wochenende gegen Freistett nicht gewonnen, würden wir auf einen Einspruch verzichten", sagt Unic. Seine Mannschaft siegte allerdings deutlich mit 5:0 gegen den direkten Abstiegskonkurrenten und hat somit noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Daher ist für die Verantwortlichen des Tabellenvorletzten klar, auf jeden Fall Einspruch einzulegen, diesen aber bis zum Ende der Frist hinauszuzögern. Das bedeutet, dass vor dem letzten Landesligaspieltag, der für alle Teams zeitgleich am Samstag um 16 Uhr angepfiffen wird, vollkommen unklar ist, wie sich die Lage gestaltet. Denn weder eine Bestätigung des Urteils noch ein eventuelles Wiederholungsspiel kämen davor zustande.

"Das wäre für die gesamte Liga sehr unglücklich, denn der Feiertag wäre ein möglicher Nachholtermin", sagt Deuchler. Für ihn ist das Urteil allerdings eindeutig: "Drei Parteien, das Schiedsrichtergespann, der vor Ort anwesende Schiedsrichterbeobachter als auch die Gastgeber waren der Meinung, das Gewitter sei vorüber und die Partie fortzuführen, lediglich die Gäste waren dazu nicht mehr bereit", so Deuchler.

Die unklare Lage hat auch Auswirkungen auf die Sportvereinigung Ottenau, die sich als Tabellenletzter ebenfalls noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen kann. Wäre das Urteil rechtskräftig, wäre der kommende Auswärtsgegner Durbachtal bereits Vizemeister und würde unter Umständen seine Leitungsträger für die Aufstiegsspiele schonen. So jedoch ist mit voller Gegenwehr zu rechnen. Gut möglich, dass der Fall die Liga noch nach deren sportlichem Abschluss beschäftigen wird - das Jahr 2009 lässt grüßen, als die Sportvereinigung Ottenau im Nachgang wegen eines Regelverstoßes in den Aufstiegsspielen als 17. Team in die Landesliga aufstieg.

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