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Showdown mit einigen Fragezeichen
31.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Heiko Borscheid

Normalerweise wäre in der Fußball-Landesliga nur die Abstiegsfrage noch zu klären - normalerweise. Da aber das Urteil gegen den Rastatter SC/DJK noch nicht rechtskräftig ist (wir berichteten), ist auch der Kampf um die Vizemeisterschaft - zumindest unter Vorbehalt - noch nicht eindeutig geklärt. Das macht die Situation vor dem morgen anstehenden letzten Spieltag nicht gerade einfach.

Der Einspruch der Rastatter sollte zum Feiertag beim Verband eingegangen sein, womit der SC Durbachtal die drei Punkte aus der abgebrochenen Partie vor zwei Wochen noch nicht auf der Habenseite verbuchen kann. Somit muss der designierte Vizemeister im Heimspiel gegen das Ligaschlusslicht Sportvereinigung Ottenau nochmals alles in die Waagschale werfen, um gar nicht erst auf die Bestätigung des Urteils angewiesen zu sein. Den Gästen aus dem Murgtal wäre es sicherlich lieber, die Hausherren könnten befreit aufspielen und unter Umständen einige Leistungsträger für die Aufstiegsspiele schonen. Davon will Trainer Giovanni Marotta allerdings nichts wissen. "Wir haben es selbst in der Hand. Im Hinspiel haben wir unglücklich in der Nachspielzeit verloren. Unser Ziel ist nach wie vor, auf den drittletzten Tabellenplatz zu kommen, dafür werden die Jungs alles geben. Und wer weiß, vielleicht wiederholt sich ja das Wunder aus der vergangenen Saison", spielt er auf die Rettung am letzten Spieltag an.

Der RSC/DJK steht aufgrund des besseren Torverhältnisses einen Platz vor Ottenau und hat damit die besseren Karten, geht es darum, auf Platz 14 vorzurücken. Für beide Vereine ist dafür aber notwendig, dass der SV Freistett zu Hause gegen Altdorf nicht gewinnt, sonst ist alle Liebesmühe vergebens. Christian Unic will mit seinen Rastattern das Auswärtsspiel in Stadelhofen jedenfalls gewinnen, um die theoretische Chance auf den eventuellen Nichtabstiegsplatz zu wahren und hofft auf Altdorfer Schützenhilfe. Doch selbst dann muss zuerst das Ergebnis der Aufstiegsspiele abgewartet werden. Steigt der Zweite der Liga nicht auf, ist auch Rang 14 ein Abstiegsplatz.

Durch den gestrigen Sieg des SV Oberachern in der Oberliga ist dieser in Sicherheit und dadurch der 1. SV Mörsch in der Verbandsliga gerettet. Das bedeutet, dass in der Landesliga auch der TSV Loffenau nicht mehr absteigen kann, da er gegenüber Freistett drei Zähler und 22 Tore Vorsprung hat. Daher kann das Spiel gegen den VfB Bühl locker angegangen werden. "Wir wollen nochmals alles geben und uns versöhnlich und mit einem Sieg vom eigenen Anhang verabschieden", sagt Loffenaus Trainer Patrick Ebner. Sein Kollege Alexander Hassenstein spielt ebenfalls mit dem Gedanken, das Spiel zu gewinnen, fügt aber hinzu: "Die Jungs wissen, dass es für sie um nichts mehr geht - und genauso spielen sie auch."

Ein wenig die Luft raus ist auch beim SV Bühlertal, was den Meisterkickern vom Mittelberg gegönnt sei. Zum Abschied aus der Liga fährt die Elf von Trainer Johannes Hurle morgen zum SC Hofstetten. "Ich war da noch nie und habe gehört, es soll eine sehr schöne Anlage sein", freut sich der Meistermacher. "Wir haben nach wie vor das Ziel, die 70-Punkte-Marke zu knacken, dazu fehlt uns noch ein Zähler."

Der FV Würmersheim hat die Klasse trotz der 1:4-Heimniederlage gegen Altdorf gestern gehalten. Durch das Oberacherner Ergebnis verkam das Spiel ohnehin zur Makulatur. Die Gästetore erzielten Brunner (4.), Karl (51.), Rheinberger (53.) und Daffeh (74.), für den FVW glich zwischenzeitlich Riili aus (37.). Gegen RW Elchesheim steht nun ein letztes Derby an. "Die Spannung ist zwar nicht mehr da, aber ich bin nicht dafür be kannt, etwas herzuschenken", macht Gästetrainer Christian Hofmeier deutlich, was er vor diesem letzten Saisonspiel erwartet.

Beim SV Sinzheim geht eine schwere Runde versöhnlich zu Ende. 30 verschiedene Spieler musste Trainer Marcel Stern einsetzen und lobt vor allem "die Ruhe und Sachlichkeit" im Verein. Nächste Runde soll es sportlich besser werden, morgen geht es gegen Oberachern II.

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