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Positive Schlagzeilen schreiben
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07.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Es ist schon eine ganze Weile her, dass die Fußballer des FC Rastatt 04 sportlich für positive Schlagzeilen gesorgt haben. Wenn in der jüngeren Vergangenheit umfangreicher über den einst zweifelsohne ruhmreichen Club aus dem Münchfeld berichtet wurde, ging es fast ausnahmslos um Querelen und verletzte Eitelkeiten innerhalb des Vereins oder um vorerst geplatzte Fusionsgespräche mit den Nachbarn Rastatter SC/DJK. Beim Finale am Pfingstmontag gegen den SV Sasbach allerdings haben die Schwarz-Gelben die Chance, endlich wieder Silberware in den Trophäenschrank zu stellen - und erfreuliche Schlagzeilen zu produzieren.

"Das wird ein absolutes Highlight-Spiel", betont Steven Föry. Der Kompagnon von Vitalij Saponenko als Spielertrainer beim FC04 gibt offen zu, dass Turbulenzen rund um den Club "auch immer Thema in der Mannschaft war. Das ist nie positiv und hat uns schon beschäftigt". Umso mehr freut er sich, dass am Montag gegen den eine Klasse höher angesiedelten Bezirksligisten SV Sasbach die Möglichkeit besteht, "die sportliche Seite positiv in den Fokus zu rücken".

Das hat der Traditionsverein durch den Einzug ins Pokalendspiel bereits schon getan, findet auch Föry: "Damit haben nicht viele gerechnet!" Auf dem Weg ins Finale hat Rastatt beinahe die gesamte Palette eines Pokalwettbewerbs durchlebt: Zwei 2:0-Siegen in den ersten Runden gegen Hörden und Forbach folgte im Achtelfinale ein 4:2 nach Elfmeterschießen gegen Gaggenau, in der Runde der letzten Acht setzte sich der 04 erst in der Verlängerung gegen Ottersdorf durch, ehe in der Vorschlussrunde der Krimi in Plittersdorf folgte. In einem irren Derby triumphierte letztlich Rastatt durch ein 9:7 im Elfmeterschießen. "Wir sind auf alle Situationen vorbereitet", konstatiert Föry - und muss ein bisschen Schmunzeln.

Viel zu lachen hatte indes auch der SV Sasbach in dieser Saison nicht. Als Dino der Bezirksliga stand der Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag auf der Kippe. Auch die Erfolge im Pokal waren nicht immer souverän. Das weiß auch Kris Oldach, extrem routinierter Teilzeit-Torjäger und erster Vorsitzender beim SVS. Der Vereinsboss sagt allerdings: "Wir haben die Saison am letzten Spieltag halbwegs ordentlich abgeschlossen. Wenn wir jetzt das Finale gewinnen, war es eine gute Saison."

Oldach erwartet "ein Spiel auf Augenhöhe", und auch für Föry spielt der Klassenunterschied nur auf dem Papier eine Rolle, der 04-Spielertrainer sieht Sasbach höchstens "leicht favorisiert". Einen anderen Faktor hält der Rastatter für einen gravierenderen Nachteil: Morgen um 17 Uhr steht für den Tabellensechsten der Kreisliga A Nord das letzte Saisonspiel beim FV Steinmauern auf dem Programm. "Auch das wollen wir natürlich gewinnen", sagt Föry. Dass sein Team damit nur einen Tag regenerieren kann, findet der Coach "nicht so glücklich", zumal die Rastatter nicht über eine zweite Mannschaft verfügen und somit kaum rotieren können. "Das ist eher ein Vorteil für Sasbach - gerade bei der aktuellen Witterung", so Föry.

Ob im Münchfeldstadion für den FC04 ein echter Heimvorteil besteht, wird sich erst weisen, denn auch in Sachen Stimmung könnte es ein Duell auf Augenhöhe werden: Die Gäste aus Sasbach werden mit zwei Omnibussen nach Rastatt reisen, so Oldach. Für die Atmosphäre ist das zuträglich, findet auch Steven Föry: "Das wird ein Höhepunkt für alle 22 Akteure auf dem Platz."

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