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Die Elite nimmt
21.06.2019 - 00:00 Uhr
Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov im Tischtennis, Sebastian Brendel und Max Hoff im Kanu, Lisa Unruh mit dem Bogen oder Christian Reitz mit der Pistole: Die deutschen Namen auf der Nominiertenliste für die Europaspiele in Minsk, die heute beginnen, lesen sich in der Spitze durchaus prominent. Wie schon die Premiere vor vier Jahren in Baku ringt aber auch die zweite Auflage des Multisport-Events um Aufmerksamkeit. Die Elite der olympischen Kernsportarten fehlt. Leichtathletik und Turnen tauchen zwar im Programm auf, werden aber überwiegend nicht auf Topniveau ausgetragen. Schwimmen ist gar nicht erst vertreten, da sich angesichts der Mitte Juli stattfindenden WM in Südkorea kein Platz im eng getakteten Terminkalender fand. Stattdessen prägen weniger beachtete Sportarten die Europaspiele - in mehr als der Hälfte geht es um die Olympia-Qualifikation 2020 in Tokio.

Das sei angesichts der politischen Situation in Weißrussland ein "wichtiges Argument" für die Entsendung eines Team Deutschlands nach Minsk gewesen, erklärte die Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Uschi Schmitz. "Der DOSB möchte all seinen Athletinnen und Athleten die Möglichkeit bieten, an diesen Wettkämpfen teilzunehmen", sagte die Delegationsleiterin.

15 Sportarten werden in Minsk angeboten, in acht von ihnen geht es direkt oder indirekt um Startplätze für Olympia 2020. Im Bogenschießen, Karate, Schießen sowie Tischtennis werden Quotenplätze vergeben. In der Leichtathletik, im Badminton, Radsport und Judo können Punkte für die Weltrangliste gesammelt werden, die jeweils für die Olympiaqualifikation herangezogen wird.

In der Leichtathletik schickt Deutschland in erster Linie junge Athleten aus der zweiten Reihe, die sich in einem neu ausgetüftelten Format nur in ausgewählten Sportarten miteinander messen und internationale Erfahrung sammeln sollen. Im Turnen ist Deutschland gar nicht repräsentiert, lediglich das Kunstturnen ist gut besetzt und dient als letzter internationaler Test vor der WM im Oktober.

EM-Medaillen wie bei der "Gegenveranstaltung" European Championships im vergangenen Jahr können in Minsk nur Kanuten und Judoka gewinnen. Dort schicken die Verbände ihre stärksten Sportler um den ehemaligen Judo-Weltmeister Alexander Wieczerzak oder Kanu-Olympiasieger Brendel ins Rennen. Auch Tischtennis ist unter anderem durch Rekordeuropameister Timo Boll stark vertreten. "Wir sind alle schon ein bisschen müde, die Saison ist schon ziemlich lang. Aber fürs Olympia-Ticket lohnt es sich, sich zusammenzureißen. Das ist die große Motivation", sagte Boll.

Insgesamt entsendet der DOSB 150 Athleten (73 Frauen/77 Männer) und damit deutlich weniger als noch vor vier Jahren in Baku (267). Das ist unter anderem auf das geringere Sportangebot zurückzuführen. Bei der pompösen Premiere in Aserbaidschan waren noch 20 Sportarten im Programm, darunter auch die Mannschaftssportarten Volleyball und Wasserball. Die Zahl aller Teilnehmer sinkt von rund 6 000 auf etwas mehr als 4 000, ist damit aber immer noch größer als bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeonchang (2 914). (sid)

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