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Die Messlatte liegt ganz oben
Die Messlatte liegt ganz oben
10.07.2019 - 00:00 Uhr
Noch keinen konkurrenzfähigen Kader beisammen, aber schon die allergrößten Ziele: Kaum hat die Vorbereitung bei Bayern München begonnen, legt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Messlatte für Trainer Niko Kovac ganz hoch. "Dieser Klub lechzt nach der Champions League", lässt Rummenigge wissen. Er habe zwar "den Eindruck, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, diese Trophäe zu gewinnen. Trotzdem: Die Anstrengung Champions League ist immer wieder die ,Benchmark' und das hat weltweit natürlich eine wahnsinnige Ausstrahlung."

Der Druck auf Kovac ist nach dem Double der vergangenen Saison von Beginn an entsprechend hoch. Doch der 47-Jährige weiß um die Ansprüche beim Rekordmeister. "Wir wollen das Double verteidigen und in der Champions League besser abschneiden als letztes Jahr", sagte er gestern.

Der Titel in der Königsklasse sei dabei "natürlich das Ziel", führte Kovac weiter aus. Gleichzeitig bremste er aber die Erwartungen. "Es wird immer schwieriger. Wir müssen gegen Staaten ankämpfen, gegen Milliardäre." Vielen Konkurrenten stehe "viel mehr Geld zur Verfügung". Und außerdem: Nach den drei Landesmeistertiteln 1974, 1975 und 1976 habe es für die Bayern in 43 Jahren auch nur zweimal auf Europas Thron gereicht.

Rummenigge, nicht als größter Kovac-Fan bekannt, forderte vom Trainer aber nicht nur weitere Titel, sondern diesen auch in aller Deutlichkeit auf, die Münchner Fußball-Philosophie zu pflegen. "Ich glaube erstmal, dass sich ein Trainer der Spielkultur eines Klubs anpassen muss - und nicht umgekehrt. Am Ende des Tages muss es ein Bayern-System geben, wie es ein Barcelona-System gibt", so der Bayern-Boss.

Mit diesem System sei der FC Bayern "über Jahre und mit unterschiedlichen Trainern sehr erfolgreich" gewesen, führte Rummenigge weiter aus, und es "beinhaltete spektakulärsten Fußball. Es wird jetzt eine wichtige Aufgabe von Niko Kovac sein, diese Spielkultur mit unserer verjüngten Mannschaft weiter zu kultivieren."

Und Kovac? "Das sehe ich genauso", sagte dieser brav. Man habe diese Philosophie nach einem holprigen Herbst in der zweiten Saisonhälfte aber schon sehen können: "Wir hatten einen hohen Wiedererkennungswert der Marke Bayern München. Aber es geht natürlich immer besser."

Um die angestrebten Ziele zu realisieren, fehlen Kovac in seinem Kader-Puzzle freilich noch einige wichtige Teile. Gerade einmal 17 Feldspieler stehen Stand jetzt zur Verfügung - Jeromé Boateng und Renato Sanches sowie die Talente Fiete Arp und Alphonso Davies inklusive.

Vor allem "vorne" sieht Kovac nach den Abgängen von Franck Ribery und Arjen Robben Bedarf. Objekt der Begierde ist weiterhin Leroy Sané. "Ja. Punkt. Ausrufezeichen!", sagte Kovac auf die Frage, ob er den Profi von Manchester City gerne beim FC Bayern sehen würde: "Er kann uns auf jeden Fall helfen."

Die Bayern haben ihr Interesse am 23-Jährigen hinterlegt und warten derzeit auf eine Rückmeldung. "Ich weiß nicht, wie schnell das geht", sagte Kovac, der auch den ehemaligen Dortmunder Ousmane Dembelé (FC Barcelona) als "sehr guten Spieler" sieht. Wie Rummenigge bereits betont habe, müsse "der Markt erst mal loslegen. Dann werden Plätze frei und diese Plätze neu besetzt. Wir schauen, was der Markt hergibt."

Noch sei er nach einem kurzen Urlaub dabei "sehr entspannt", betonte Kovac. "Aber es beginnt alles wieder von vorne." Auch die Sache mit dem Erwartungsdruck. (sid)

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