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Drei Punkte sprechen für den KSC
Drei Punkte sprechen für den KSC
03.08.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

Es gibt sicher nicht viele externe Fußballfachleute, die die SG Dynamo Dresden so gut kennen wie Oliver Kreuzer, der Sportdirektor des Karlsruher SC. Das hat damit zu tun, dass Kreuzers Sohn Niklas (26) seit vier Jahren für die Sachsen spielt - und wann immer sich die Gelegenheit ergab, auch der Vater als Zuschauer dabei war. Gute 30 Mal habe er die heutigen Gäste (13 Uhr) der Wildparkprofis live gesehen seit der Junior ein Schwarz-Gelber ist, sagt der Senior.

Als "spielstark" beschreibt Oliver Kreuzer die Dresdner. Und als "erfahrene Mannschaft mit guten Einzelspielern", deren Spiel sehr "zentrallastig" sei. Was bedeutet: "Sie versuchen immer, im Zentrum Überzahl herzustellen." Die fußballerische Qualität sei aber nahezu der einzige Trumpf der Sachsen. "Wenn sie darüber nicht zum Erfolg kommen, wenn sie spielerisch keine Lösungen finden", dann fehle ihnen sozusagen "eine Waffe", also eine Alternative, um vielleicht auch anders gewinnen zu können. Die könnte beispielsweise ein sogenannter "Unterschiedsspieler" sein, also ein Mann, der ein Spiel allein entscheiden kann. Oder auch eine gewisse "Standardstärke".

Nicht zuletzt deshalb glaubt Oliver Kreuzer, dass der KSC Dresden schlagen kann. Denn erstens könne der KSC ebenfalls gut Fußball spielen und verfüge über ein gefährliches "Umschaltspiel". Zweitens könne man, wenn gefordert, "mit langen Bällen auf Philipp Hofmann arbeiten". Und drittens seien die "stehenden Bälle" des KSC, also Freistöße und Ecken, bei den Gegnern durchaus gefürchtet.

Von Goalgetter Marvin Pourié ganz zu schweigen. Für den Torschützenkönig der vergangenen Drittligasaison gehe es eine Klasse höher nicht darum, eine gewisse Anzahl an Toren zu schießen, sagte Pourié nach seinem Saisonziel gefragt. Sondern: "Ich versuche erst einmal in jedem Spiel, meine Leistung abzurufen und der Mannschaft zu helfen. Wenn dabei Tore herausspringen, ist das natürlich super." Dass er mit seiner Auswechslung in Wiesbaden (84.) gar nicht einverstanden war und dies auch deutlich, wenn auch lediglich "nonverbal" zum Ausdruck brachte, "war ein Fehlverhalten von mir", räumte der Karlsruher Mittelstürmer ein. Er habe sich mit dem Trainer ausgesprochen und bei der Mannschaft, die er nun zu einem Frühstück einladen muss, entschuldigt. Fazit: "Das kommt nicht wieder vor."

An Pourié, dem allseits eine "positive Fußball-Verrücktheit" attestiert wird, führt in der Karlsruher Startelf auch heute natürlich kein Weg vorbei. Auch ansonsten hat Cheftrainer Alois Schwartz eigentlich keine Veranlassung, die am vergangenen Sonntag in Wiesbaden mit 2:1 erfolgreiche Anfangsformation zu ändern. Allerdings fällt Burak Camoglu wegen einer Oberschenkelverletzung aus (Muskelfaserriss). Wem der KSC-Coach seine Aufgabe im rechten Mittelfeld anvertrauen wird, war im ges-

trigen Abschlusstraining nicht klar zu erkennen. Die offensivere Variante wäre wohl Neuzugang Lukas Grozurek, die defensivere Variante Manuel Stiefler, der in Wiesbaden anstelle von Camoglu ins Spiel gekommen war.

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