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Nur noch Dritter
Nur noch Dritter
19.08.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

Es sah ganz gut aus für den Karlsruher SC, zumindest was einen Großteil der ersten Halbzeit anbelangt. Lukas Grozurek hatte die Badener in der 17. Minute in Führung gebracht, auch in der Folgezeit gestattete der Aufsteiger den Kieler Gastgebern keine Chancen - allerdings nur bis kurz vor Pausenpfiff. Innenverteidiger Daniel Gordon ließ sich dann wie ein Schulbube von Jae-Sung Lee ausspielen. Weil auch Abwehrkollege David Pisot nicht zur Stelle war, konnte der Südkoreaner aus spitzem Winkel von rechts mit links den Ausgleich erzielen. Es war zweifelsohne ein super Tor, aber in der 45. Minute eben auch eines "zur Unzeit", wie KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer hernach fand.

Und eines, das Wirkung zeigte, denn fortan ging es mit den Wildparkprofis bergab. Die Folge dessen: Lee erzielte in der 64. Minute seinen zweiten Treffer und fügte den Badenern damit quasi im Alleingang die erste Saisonniederlage zu. Daran änderte auch der Umstand nichts, dass der frühere KSC-Spieler Jonas Meffert nach einem rüden Einsteigen gegen Marvin Wanitzek im Mittelfeld die Rote Karte (87.) sah.

"Wir haben bei beiden Gegentoren ein bisschen naiv verteidigt", stellte Kreuzer fest - und ergänzte: "Aber das ist ein Lernprozess. Andererseits müssen wir natürlich auch die sich uns bietenden Chancen besser nutzen."

Nach einer ziemlich ausgeglichenen Startphase hatten sich die gastgebenden "Störche" zwar ein leichtes Übergewicht erspielt, ohne jedoch das KSC-Tor auch nur annähernd in Gefahr bringen zu können. Die Badener hingegen schlossen nach Vorarbeit von Wanitzek ihren ersten einigermaßen gelungenen Schnellangriff durch Grozurek mit dem 1:0 ab. Vor knapp 12 000 Zuschauern und bei strömendem Regen setzten die Karlsruher aber wieder einmal nicht entschlossen genug nach. Vor allem in der 36. Minute lag das 2:0 für die Gäste in der Luft. Marvin Pourié war in dieser Szene nach toller Vorarbeit von Wanitzek aber etwas zu weit vor dem Ball.

Auf der anderen Seite schlich sich defensiv eine gewisse Sorglosigkeit bei den Schützlingen von Trainer Alois Schwartz ein, die prompt mit dem Ausgleich bestraft wurde. Schon beim 2:1-Sieg in Wiesbaden (90.+3) und beim 4:2-Heimsieg über Dresden (45.+1 und 90.) hatte der KSC jeweils späte Gegentore kassiert. Nicht zuletzt deshalb war KSC-Trainer Alois Schwartz besonders verärgert, "dass wir wieder unkonzentriert waren und ein Tor so kurz vor der Pause bekommen haben".

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste ihren Gastgebern zu viel Luft. So benötigte Keeper Benjamin Uphoff gegen Lee die Unterstützung seines rechten Pfostens, sonst wäre der KSC schon in der 53. Minute in Rückstand geraten. Auf der anderen Seite hätten allerdings auch die Badener durch Grozurek (61.) und Marc Lorenz (62.) den zweiten Treffer nachlegen können. Nachdem sie das verpasst hatten, ließen sich die Wildparkprofis über links aufrollen wie eine Ölsardinendose: Baku brachte den Ball vors Tor, wo Lee am ersten Pfosten den nötigen Schritt schneller war als Pisot und Kiel verdientermaßen in Führung schoss.

Auch danach waren die Schleswig-Holsteiner lauffreudiger, zweikampfstärker und entschlossener als der KSC, der es Uphoff zu verdanken hatte, dass Lee in der 68. Minute nicht noch einen dritten Treffer folgen ließ. KSC-Trainer Schwartz versuchte zwar mit offensiven Wechseln wenigstens noch einen Punkt zu ergattern - allerdings vergeblich.

Kiel: Reimann - Schmidt, Neumann, Wahl - Sander, Mühling, Meffert, van den Bergh - Atanga (46. Lauberbach), Lee (90.+2 Iyoha), Baku (88. Thesker).

Karlsruhe: Uphoff - Thiede, Gordon (85. Fink), Pisot, Roßbach (85. Choi) - Fröde - Grozurek, Wanitzek, Lorenz (77. Djuricin) - Hofmann, Pourie.

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel) - Tore: 0:1 Grozurek (17.), 1:1 Lee (45.), 2:1 Lee (64.) - Zuschauer: 11 758 - Beste Spieler: Lee, Baku - Grozurek, Wanitzek - Rote Karte: Meffert wegen groben Foulspiels (87.) - Gelbe Karten: - Lorenz, Roßbach .

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