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Sieg zum Jubiläum?
Sieg zum Jubiläum?
31.08.2019 - 00:00 Uhr
Von Patrick Bücheler

Das Gestüt Schlenderhan feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Jubiläum. Kein deutsches Privatgestüt ist älter als Schlenderhan, das im Besitz der Familie von Georg Baron von Ullmann steht, und in seiner Geschichte zahlreiche Klassegalopper besessen hat. Jetzt schickt sich ein Hengst namens Alson an, im Jubiläumsjahr den Wechsel in die Zukunft sicherzustellen.

Es könnte passender nicht sein, dass Alson als einer der Favoriten an den Start des mit 55 000 Euro dotierten Zukunftsrennens geht, das heute in Iffezheim unter dem Patronat von Wackenhut Mercedes Benz gelaufen wird. Alson ist der aktuelle Nachwuchsstar im Rennstall von Trainer Jean-Pierre Carvalho, nur unweit des Schlenderhaner Gestütsgeländes in Bergheim bei Köln. "Das Zukunftsrennen zu gewinnen ist das Ziel", hatte Carvalho schon vor Wochen verlauten lassen. Drei Starts hat Alson absolviert, zweimal gewonnen, zuletzt gegen starke Gegner in Frankreich. "Das Rennen brauchten wir noch als Zwischenetappe zum Zukunftsrennen", sagt der Trainer. Filip Minarik soll es nun richten, den Traum vom Sieg in Iffezheim, der symbolisch wäre für den Start von Schlender-

han in die nächsten Jahre und Jahrzehnte, unter Dach und Fach zu bringen. Der Coach hat Mumm. "Ich möchte mit keinem anderen tauschen", sagt er mit Blick auf die Konkurrenz.

Die wird angeführt von Well of Wisdom, der dem größten Pferdebesitzer der Welt gehört: Godolphin, das weltumspannende Rennsport-Imperium von Dubais Herrscher Scheich Mohammed al Maktoum. Trainer Charlie Appleby, der an diesem Wochenende mit insgesamt drei Pferden in Iffezheim startet: "Wir rechnen uns Top-Chancen aus." Titelverteidiger sind die Münchener Trainerin Sarah Steinberg und der Stall Salzburg von Hans-Gerd Wernicke. Ein Jahr nach dem Sieg von Quest the Moon heißt der heutige Hoffnungsträger Fearless King. Kein Geringerer als Jockey-Weltenbummler Gerald Mossé (52), am letzten Sonntag Sieger in der Goldenen Peitsche, wird reiten. Insgesamt starten zehn zweijährige Galopper: Drei aus England, einer aus Frankreich und sechs aus Deutschland.

70 000 Euro gibt es im T. von Zastrow-Stutenpreis zu verdienen. Gestüts Ebbeslohs Durance, die Dritte aus dem Henkel Preis der Diana, steht in der Favoritenrolle. In diesem deutschen Stutenderby hatte Durance nicht das beste Rennen, kam zu früh an die Spitze, wurde in der Geraden noch überlaufen. Nun soll der verpasste Sieg nachgeholt werden. Es ist der letzte Ritt von Andrasch Starke in seiner Position als Stalljockey bei Peter Schiergen. Wie passend wäre da angesichts der grandiosen Erfolge dieses Teams in der Vergangenheit ein Sieg zum Abschluss! Die Engländerin Shailene sorgt für internationales Flair in dem über 2 400 Meter führenden Rennen, noch bessere Chancen werden indes Satomi zugebilligt. Sie war Vierte in der Diana, nur minimal hinter Durance, das neuerliche Duell der beiden Stuten ist denkbar offen. Maxim Pecheur reitet. Der Favoritenschreck des Rennens heißt In Memory. An der Stute hat Horst Pudwill (Hongkong) in der letzten Woche einen 50-Prozent-Anteil erworben. Fakt ist: In Memory, von Stefan Richter in Dresden trainiert, ist immer besser geworden.

Die beiden Hauptrennen sind eingebettet in ein Neun-Rennen-Programm. Nach dem Durchhänger in der Woche, was die Starterzahlen angeht, ist heute wieder alles im Lot. Es laufen 118 (!) Pferde. Darunter in den beiden Viererwetten mit Garantieauszahlungen von 20 000 und 10 000 Euro 18 und 15 Pferde. Kurzum: Das ist der passende Appetitanreger für morgen, einen der faszinierendsten Renntage der letzten Jahre in Deutschland.

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