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Keine Topfavoriten aus dem Bezirk
13.09.2019 - 00:00 Uhr
Von Wolfram Braxmaier

Wie gewohnt geht die Handball-Landesliga Nord mit 14 Mannschaften in die am Wochenende startende neue Saison. Aufsteiger HTV Meißenheim sowie die Absteiger TuS Oppenau, TuS Großweier und HSG Hardt werden durch TuS Helmlingen II, TuS Schutterwald II, SG Freudenstadt/Baiersbronn (alle Aufsteiger) und die HSG Ortenau Süd (Absteiger) ersetzt.

Den Platz der Kehler Turner nimmt die HSG Hanauerland ein. Die HSG ist eine Spielgemeinschaft bestehend aus TV Auenheim, TS Kehl, TuS Marlen und TV Willstätt. Erklärtes Ziel ist mindestens die Südbadenliga, die als Unterbau für die Dritte Liga (TV Willstätt) dienen soll. Es wird spannend, wie sich das Team schlagen wird. Heiße Favoriten sind indes der TuS Schuttern mit Torschützenkönig Florian Knopf (198) und der TuS Ottenheim, in der vergangenen Saison Dritter. Eigentlich gehört auch Vizemeister ASV Ottenhöfen zum Favoritenkreis, doch die Achertäler bleiben vom Pech verfolgt. Eine gute Rolle sollte auch der TVS Baden-Baden II spielen, ansonsten erwarten die Trainer ein breites Mittelfeld und einen Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag.

ASV Ottenhöfen: Der Tod des ersten Vorsitzenden Andreas Decker hat eine große Lücke hinterlassen, die nur schwer zu schließen ist. Der letztjährige Vizemeister scheiterte erst in der Relegation an der SG Steinbach/Kappelwindeck und galt deshalb als großer Favorit. Kurzfristig musste sich der ASV allerdings nach einem neuen Coach umsehen, denn der vorgesehene Mark Nimke konnte den Job von Sigurjon Sigurdsson (nach Steinbach) aus beruflichen Gründen nicht übernehmen. In die Bresche sprang mit großem Engagement Thomas Zimmermann, der zuletzt den SV Schutterzell trainierte. Der Kader blieb unverändert, doch in der Vorbereitung verletzten sich Michael Wagner, Manuel Schnurr und Marko Steimle langfristig, Matthias Vogt studiert im Ausland. "Unter diesen Voraussetzungen werden wir nicht oben mitspielen können, wir müssen unser Saisonziel korrigieren", so Zimmermann, der im ersten Saisonspiel morgen beim SV Ohlsbach mit Neu-Trainer Mathias Eisele (zuletzt HSG Hardt) zudem noch auf vier Urlauber verzichten muss. Das Saisonziel lautet nun gesichertes Mittelfeld. Die Generalprobe im Pokal gegen Sinzheim ging hoch mit 26:34 verloren.

TuS Helmlingen II: "Der Aufstieg kam für uns überraschend und war nicht das erklärte Ziel", so Trainer Detlef Ludwig, der mit seinem jungen Team für die ein oder andere Überraschung sorgen könnte. So wie im Pokal, als der TuS gegen die TS Ottersweier mit 37:29 gewann. Doch Ludwig, der auch die A-Jugend trainiert, weiß, dass seine Talente nun einen weiteren Schritt nach vorne machen müssen. "Das Ziel ist natürlich, den ein oder anderen Spieler in die Südbadenliga zu bringen", so der Coach, für den natürlich der Klassenerhalt im Vordergrund steht: "Die Landesliga ist sehr ausgeglichen besetzt, deshalb werden wir es schwer haben. Die Jungs müssen sich erst einmal an die größere Körperlichkeit und an das höhere Tempo gewöhnen." Morgen gibt der TuS seine Visitenkarte bei der HSG Hanauerland ab.

TS Ottersweier: Mit insgesamt fünf Spielern hat Trainer Sigi Oser seinen Kader erweitert und hat nun mehr Kombinationsmöglichkeiten, zumal er keine Abgänge verkraften muss. Die Zugänge: Aus Kroatien kam Ivan Bilic, von der SG Steinbach Luka Misetic. Aus dem eigenen Nachwuchs stammen Aaron Falk, Maxi Steinel und Simon Schäfer. Bis auf den Ausrutscher im Pokal gegen Helmlingen II war Oser mit der Vorbereitung vollauf zufrieden: "Alle haben super mitgezogen, teilweise waren zwanzig Mann im Training. In den Testspielen gab es allerdings ein Auf und Ab." Oser erhofft sich natürlich einen besseren Start als in der Vorsaison, denn auf 1:9 Punkte, die er nicht zu verantworten hatte, kann er liebend verzichten: "Ein stabiler Start ist ganz wichtig. Vor allem wollen wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben." Oser rechnet mit einem breiten Mittelfeld, Schuttern und Ottenheim sind für ihn heiße Favoriten. Los geht es für die TSO erst am 21. September beim Aufsteiger SG Freudenstadt/Baiersbronn.

TVS Baden-Baden II: Frank Schulmeister (zuletzt BSV Sinzheim Frauen) löste auf der Trainerbank das erfolgreiche Duo Dieter Jurack/Edgar Walter ab und spricht von einer durchwachsenen Vorbereitung, "weil wir noch nie komplett gespielt haben". Trotz der Abgänge von Philipp Kintz und Matthias Frietsch (beide Laufbahnende) und dem Verlust von Torwart Julian Bissinger (TuS Helmlingen) hat Schulmeister eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung. Von der HSG Hardt kam Xaver Bastian, von der SG Steinbach (A-Jugend) Fabian Nold. Herausragendster Neuzugang ist allerdings Simon Bornhäußer, der seine Karriere in der Ersten beendet hat und zum Trumpf-Ass im Landesliga-Team werden wird. Daniel Grimm, David Fritz und Luca Hable verfügen ebenfalls über Oberliga-Erfahrung. Die Generalprobe im Pokal gegen die SG Muggensturm/Kuppenheim II klappte jedenfalls, beim 30:20-Sieg warf Bornhäußer gleich zwölf Tore. "Platz sechs aufwärts" lautet deshalb das Ziel von Schulmeister, der mit dem TVS II morgen bei der Sinzheimer Reserve in die Saison startet.

Phönix Sinzheim II: Bei der BSV-Reserve kann sich Trainer Michael Rauber über den Zugang von Frank Möllering aus der ersten Mannschaft freuen, von der HSG Hardt kam zudem Lukas Schumacher. "Wir haben in der Vorbereitung viele Spiele mit sehr unterschiedlichen Leistungen gemacht. Es wird natürlich wieder sehr schwer werden, denn die Landesliga ist brutal ausgeglichen", weiß Rauber, dass er mit seinem Team wieder vor einer sehr schwierigen Runde steht. Einziges Saisonziel kann da nur der Klassenerhalt sein. Sehr schwer wiegt natürlich der Abgang von Torwart Meßmer. Platz neun wie in der Vorsaison wäre für Sinzheim sicherlich ein großer Erfolg.

HR Rastatt: Ähnliches gilt auch für die Handball-Region, denn eine Wiederholung von Rang sechs erscheint angesichts der Abgänge nur schwer möglich zu sein. "Wir haben üble Verluste zu beklagen, die wir nicht kompensieren können", klagt Trainer Michael Pigac. Georg Jochim hat seine Laufbahn beendet, Christian Fuchs wechselte zurück nach Büchenau, Yann Wenzel tritt kürzer und Patrick Drews sowie Fabian Hänel wollen sich verstärkt auf Schule/Studium konzentrieren. Positiv ist, dass Matthias Schiff nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit ist. "Es ist, wie es ist. Damit müssen wir leben", so Pigac. In den Heimspielen in der harzfreien Niederbühler Sporthalle wollen er und sein Team die Grundlagen für den Klassenerhalt legen: "Da wollen wir Gas geben." Den letzten Schliff holte sich das Team in einem Trainingslager in Waldkirch. Los geht es für die HR morgen im SHV-Pokal gegen die SG Muggensturm/Kuppenheim, am Samstag darauf geht es zur Reserve des TVS Baden-Baden.

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