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Der Glücksfall lässt kritische Geister verstummen
Der Glücksfall lässt kritische Geister verstummen
16.09.2019 - 00:00 Uhr
Nach dem 1:0-Sieg im badischen Duell waren sich nicht alle Beteiligten einig, wie sie die 90 Minuten denn nun bewerten sollten. Während sich Sandhausens angefressener Verteidiger Dennis Diekmeier sicher war, dass "die Karlsruher selbst nicht wissen, wie sie heute gewonnen haben", beeilten sich die KSC-Spieler, genau das zu widerlegen. "Ein erwartet schweres Spiel", so Verteidiger Daniel Gordon, habe seine Mannschaft bestritten, aber eben auch eines, das der KSC "zurecht gewonnen" habe.

Letztlich ist die Diskussion müßig, denn ein Spiel, bei dem ein Team (Sandhausen) im ersten Durchgang klar besser war, das andere aber nach gut einer Stunde das Tor schoss und danach dominierte, würde wohl am besten Remis ausgehen. Dass es anders kam, war aus Sicht des KSC am Freitag allerdings ein Glücksfall. Und das nicht nur wegen der banalen Tatsache, dass man jetzt neun statt sieben Punkte auf dem Konto hat und damit im behaglichen Tabellen-Mittelfeld verweilt. Wichtig war der Siegtreffer von Manuel Stiefler (57.) vor allem in atmosphärischer Hinsicht. In der Pause, bis zu der auch Trainer Alois Schwartz "Kampf, Krampf und viel Stückwerk" gesehen hatte, war das Geraune auch an den Versorgungsständen im Wildpark nicht zu überhören gewesen. Doch Klagen über fußballerische Armut und fehlenden Zug zum Tor verstummten mit dem Treffer. Zum einen, weil der KSC danach tatsächlich das bessere Team war, mutiger agierte und den müder werdenden Gäste nun auch kräftemäßig überlegen war. Vor allem aber, weil die Aussicht auf drei Punkte kritische Geister verstummen ließ.

Dementsprechend häufig wurde nach dem Spiel die Binsenweisheit bemüht, dass Fußball nun mal ein Ergebnissport sei. Am deutlichsten von Trainer Schwartz: "Für uns war vor allem wichtig, heute nach drei Niederlagen wieder ein Spiel zu gewinnen und zum ersten Mal in dieser Saison mit Ausnahme des Pokalspiels keinen Gegentreffer zu fressen." Später betonte Schwartz in kleinerer Runde, dass ihm bereits in seinen unterm Strich drei erfolgreichen Jahren in Sandhausen (2013 bis 2016) immer wieder der Vorwurf begegnet sei, er lasse einen unattraktiven Fußball spielen. Doch damals wie heute könne er damit gut leben, so lange die Ergebnisse seinem Ansatz recht gäben. Ins gleiche Horn hatte zuvor auch Gordon gestoßen. Er betonte, er würde "auch lieber wie Barcelona" spielen, doch dazu habe der KSC nicht das Spielermaterial. "Wir haben die Länderspielpause dazu genutzt, die Basics, die uns starkgemacht haben, wieder draufzukriegen, die Räume eng zu machen und gut zu verteidigen." Nur so, meint Gordon, werde der Klassenerhalt gelingen. Wenige Minuten vorher hatte sich Sandhausens Diekmeier wenig vornehm über die KSC-Spielweise geäußert: "Der KSC hat genau so gespielt, wie wir das erwartet haben: Nur lange Bälle auf die beiden Spitzen." Doch der Ex-HSV-Star wusste, dass er bei dieser Schelte ein argumentatives Problem hatte. Schließlich war es der KSC, der mit ebenjener Spielweise gewonnen hatte. (ruf)

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