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Notfalls wieder sirenensynchron
27.09.2019 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Sandro Catak ist 35 Jahre alt und damit für einen Cheftrainer in der Handball-Oberliga noch recht jung - erst recht, wenn man bedenkt, dass der Ex-Profi bereits seit acht Jahren bei verschiedenen Vereinen als Coach an der Seitenlinie Verantwortung trägt. Weil er von dieser Position aus schon einiges auf der Platte gesehen hat, sorgte die Schlussphase des Derbys vom vergangenen Wochenende beim TuS Schutterwald nicht unbedingt für eine Emotionseruption beim Trainer des TVS Baden-Baden - im Gegensatz zu fast allen anderen auf der Sandweierer Wechselbank.

"Das ist nix Neues für mich", sagt Catak cool und meint damit das Last-Second-Tor von Julian Schlager zum 28:28-Ausgleich, nachdem sich der Wahnsinn beim Großteil des grün-weißen Lager Bahn brach. Der grippegeschwächte Schlager stieg beim finalen Freiwurf im linken Rückraum hoch und schweißte den Ball sirenensynchron unter die Latte des Schutterwälder Tores. Die direkte Folge: Mitspieler, aber auch Betreuer stürmten aufs Feld und nahmen den Rechtshänder in Kuschelhaft. Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht, über den späten und insgesamt auch glücklichen Ausgleich hat sich auch der Trainer sehr gefreut, vor allem darüber, dass der TVS nach drei Spielen mit zwei Siegen und dem jüngsten Remis noch ungeschlagen ist. "Das ist sehr positiv, das müssen wir mitnehmen", betont Catak.

Dass es letztlich am Ende so dramatisch wurde, war hingegen nicht wirklich geplant. "Eigentlich wollten wir von Beginn an aggressiv draufgehen", erläutert Catak seine Vorgabe, "aber das haben wir gar nicht hinbekommen." Die Folge: Nach elf Minuten lag der TVS mit 1:7 hinten. Nach der Umstellung auf eine 6-0-Abwehr stand die Defensive stabil, Sandweier verkürzte den Rückstand sukzessive - und konnte dank Schlagers Hit zumindest einen Zähler bejubeln.

Dass es auch morgen Abend wieder etwas zu feiern gibt, wenn die SG Köndringen/Teningen in der Sandweierer Rheintalhalle gastiert, ist nicht unbedingt ausgemacht, aus diversen Gründen. Zum einen liegt es an der Stärke des Gegners. Die SG ist gespickt mit "intelligenten Handballern", zu denen Catak etwa Maurice Bührer zählt. Oder Neuzugang Mykola Melnyk aus der Ukraine. Oder aber Jan-Philipp Valda, der bis vor zwei Jahren zusammen mit Julian Schlager im Muggensturmer Rückraum wirbelte und sich nun beim einstigen Drittliga-Dino verlässlich in die Torschützenliste einträgt. "Die sind für mich Favorit", fasst Catak die Qualität des morgigen Gegners zusammen.

Selbstredend verfügt auch der TVS über Ausnahmekönner, es stellt sich allerdings die Frage, ob diese ihre volle Leistungsfähigkeit morgen ins Schaufenster stellen können, denn einige Akteure - unter anderem Kreisläufer Jannik Geisler, der schon in Schutterwald wegen eines Magen-Darm-Infekts passen musste, konnten nicht optimal trainieren. Die langzeitverletzten Markus Koch und Johannes Henke fehlen weiter. Auch der studienbedingt verhinderte Han Völker steht erst nächste Woche wieder parat.

Dennoch: Für Punkte ist der TVS vor heimischer Kulisse immer gut - notfalls auch in der Schlusssekunde.

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