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Größter Erfolg der Vereinshistorie
Größter Erfolg der Vereinshistorie
30.09.2019 - 00:00 Uhr
Einen gleichsam historischen wie überraschenden, ja gar fast sensationellen Sieg feierten die Bühler Turner am Samstag vor heimischer Kulisse in der zweiten Bundesliga. Mit 47:43 Scorepunkten bezwang der Aufsteiger die Gäste vom TSV Buttenwiesen und kann damit den vielleicht größten Erfolg im Bühler Kunstturnen verbuchen. Während die Lugauer-Equipe einen nahezu fehlerfreien Wettkampf ablieferte, unterliefen den bayrischen Gästen gleich reihenweise schwerwiegende Patzer.

Bis zuletzt hatte im Bühler Lager trotz einer anhaltenden Führung ab dem zweiten Gerät niemand ernsthaft mit einem Sieg gegen den etablierten Zweitligaverein gerechnet. Immer hatte man sich gewundert, dass man "immer noch" in Führung lag und innerlich die drei gewonnen Geräte als großen Erfolg verbucht. Im 22. von 24 Mann-gegen-Mann-Duellen fiel dann die Vorentscheidung, als der fehlerfrei turnende Tommy Nicolaou fünf Scorepunkte holte und sein Team mit 13 Zählern in Front brachte. Mit 79,1 Punkten im Sechskampf hatte er nach einer etwas durchwachsenen Vorstellung vor einer Woche in Monheim nun vor dem begeisterten Bühler Publikum eine fehlerfreie Leistung gezeigt. Nicolaou wurde mit 27 Zählern Topscorer.

Den fairen Gästen, die einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten, muss man allerdings zu Gute halten, dass mehr als ein Drittel aller Einsätze aufgrund von Verletzungen nicht mit dem Stammpersonal absolviert werden konnte. Der Durchgang am Pferd - eigentlich ein Schwachpunkt beim TVB - ging mit 14:5 an die Hausherren. Felix Pfaffenhausen (5) und Pascal Weiß (4) profitierten von vier Absteigern der direkten Konkurrenz und konnten aus sechs Punkten Rückstand vom Boden eine Drei-Punkte-Führung nach dem Pferd machen. "Die Grundlage für den ersten Sieg in der zweiten Liga am Pauschenpferd zu schaffen, hätte ich mir beim besten Willen nicht träumen lassen", kommentierte Coach Gerd Lugauer.

An den Ringen zeigte Jan Fäßler (11,85) seine beste Kür der Saison. In Kombination mit einem Fehler seines Konkurrenten konnte er einen weiteren "Fünfer" verbuchen. So baute die TVB-Truppe die überraschende Führung zur Halbzeit auf 28:23 aus. Nach Vorteilen der Gastgeber am Sprung hatten die Bühler am Barren wieder leicht die Nase vorn und wechselten mit 39:35 Scorepunkten ans Reck. Als dann Routinier und Teammanager Jan Lugauer (11,1) im ersten Duell drei Scorepunkte erturnte, kam das erste Mal der Gedanke auf, dass Bühl ja durchaus auch den gesamten Wettkampf gewinnen könnte. "Ich hatte ziemliche Schmerzen im Rücken und vorher angekündigt, dass ich nicht turnen kann, aber bei dem Zwischenstand musste ich einfach ans Reck", freute sich Jan Lugauer, der seit zwei Jahrzehnten in der ersten Bühler Mannschaft steht. (ott)

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