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Trostlos wie das Wetter
05.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

In einer sicher auch wegen der äußeren Bedingungen - es regnete ununterbrochen in Strömen - schwachen Zweitligapartie trennten sich der SV Darmstadt 98 und der Karlsruher SC 1:1. Das Endergebnis stand gestern schon nach nur neun Minuten fest und war - auf 90 Minuten betrachtet - etwas glücklich für die jetzt seit vier Spielen ungeschlagenen Gäste.

"Wir haben auswärts einen Punkt geholt und gehen als Aufsteiger jetzt viermal ungeschlagen in die Länderspielpause", war KSC-Coach Alois Schwartz zufrieden mit dem Ergebnis. Sein Darmstädter Kollege Dimitrios Grammozis hingegen war durchaus zu Recht "enttäuscht, dass wir nicht drei Punkte haben". Denn seine Jungs "haben aufgedreht, kamen oft in die Tiefe, waren viel im letzten Drittel und in der Box und hatten einige Chancen".

Im Vergleich zum 1:1 gegen Heidenheim am Samstag zuvor nur auf einer Position verändert, schickte Schwa rtz seine Mannschaft auf die - dem Wildparkstadion vergleichbare - "Baustelle am Böllenfalltor": Lukas Fröde gehörte zwar zum 20-köpfigen Aufgebot der Wildparkprofis, saß, nachdem er sich am Mittwoch hatte übergeben müssen und das Training verpasste, aber nur auf der Ersatzbank. Deshalb stand Alexander Groiß, dessen Formkurve in den letzten Übungseinheiten "nach oben zeigte", wie sein Trainer sagte, in der Startelf der Badener. Mit dieser Personalentscheidung war auch die Systemfrage beantwortet. Der KSC spielte zum dritten Mal hintereinander in einem 4-1-4-1-System. Demgegenüber agierten die "Lilien" in einem 4-2-3-1 mit den beiden Ex-Wildparkprofis Florian Stritzel im Tor und Marvin Mehlem - zunächst - im linken Mittelfeld.

Zunächst nahmen die Hessen das Heft des Handelns recht forsch in die Hand, schon nach sieben Minuten klingelte es im Karlsruher Kasten. Die erste Darmstädter Ecke konnte der KSC noch abwehren, aus dem Hintergrund aber zog Yannick Stark ab. Sein schlechter Schuss hätte das Tor verfehlt, aber Dario Dumic lungerte völlig alleingelassen noch im Fünfmeterraum der Gäste rum und machte problemlos das 1:0 für den SVD. Praktisch postwendend jedoch gelang den Badenern - ebenfalls mit der ersten Ecke - der Ausgleich: Philipp Hofmann versenkte den von Marvin Wanitzek hereingebrachten Ball per Kopf im Netz und erzielte damit bereits sein sechstes Saisontor (9.).

In der Folgezeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, mit leichten Vorteilen für Darmstadt, aber ohne dass sich daraus echte Chancen ergeben hätten. Der KSC hingegen hatte erst kurz vor der Pause wieder eine riesen Möglichkeit zum 2:1. Nach einem herrlichen Konter über Groiß und Manuel Stiefler lief Hofmann von halbrechts allein auf 98-Keeper Stritzel zu - schob die Kugel aber links vorbei (42.).

Auch nach dem Seitenwechsel brauchte der KSC gute zehn Minuten, um wieder einigermaßen im Spiel zu sein. Allerdings wirkten die Badener dann in vielen Aktionen zu lässig, zu unkonzentriert und dachten wohl, mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. Insgesamt jedenfalls blieb Darmstadt das gefälligere Team. Die Gäste dagegen entwickelten bei Ballbesitz keine Ideen und leisteten sich etliche Stockfehler und Fehlpässe. Chancen? Fehlanzeige!

Auch der erste KSC-Eckball in der zweiten Halbzeit verpuffte harmlos (76.). Die Lilien blieben dem 2:1 näher, auch wenn ein abgefälschter Schuss von Marc Lorenz an den Darmstädter Pfosten kullerte (87.) und Kyoung-Rok Choi eine riesen Kopfballchance hatte (88.). Zum Glück für den KSC zielte auf der Gegenseite Tim Skarke zu hoch (88.), zudem fand der vermeintliche Siegtreffer der Hausherren durch Serdar Dursun wegen Abseits keine Anerkennung (89.).

"Wir waren in der ersten Halbzeit immer einen Schritt zu langsam und gedanklich nicht richtig da", warf Alois Schwartz seiner Mannschaft vor. "Und das wurde in der zweiten Halbzeit nicht wirklich besser. Trotzdem hätten wir noch gewinnen können - aber das wäre des Guten zu viel gewesen."

SV Darmstadt 98: Stritzel - Herrmann, Dumic, Höhn, Holland - Stark, Pálsson - Heller (82. Berko), Paik, Mehlem (68. Honsak), Stark (46. Skarke) - Dursun.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Carlson - Groiß - Grozurek (61. Choi), Stiefler, Wanitzek, Lorenz (90.+2 Fröde) - Hofmann (86. Pourié).

Schiedsrichter: Brych (München) - Zuschauer: 14 100 - Tore: 1:0 Dumic (7.), 1:1 Hofmann (9.) - Gelbe Karten: Mehlen/Pisot, Groiß - Beste Spieler: Herrmann, Paik/Wanitzek, Hofmann.

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