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Müllers Kandidatur steht auf der Kippe
Müllers Kandidatur steht auf der Kippe
07.10.2019 - 00:00 Uhr
Aus zwei Kandidaten fürs hohe Amt des Präsidenten könnte nun doch wieder nur einer werden: Wenn die Mitglieder des Karlsruher SC auf ihrer Mitgliederversammlung kommenden Samstag zur Urne schreiten, ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass doch wieder nur ein Mann zur Wahl steht - Amtsinhaber Ingo Wellenreuther nämlich. Die Kandidatur von Herausforderer Martin Müller steht indes auf der Kippe - und zwar aus formalen Gründen. Der KSC-Wahlausschuss, der am Samstag tagte, scheint jedenfalls Zweifel zu haben, ob der 55-Jährige überhaupt zum Präsidenten gewählt werden kann. Grund für diese bietet ein Absatz in der Lizenzierungsordnung der Deutschen Fußball Liga (DFL), der wortgleich auch Teil der KSC-Vereinssatzung ist. Darin ist festgelegt, dass "Mitarbeiter oder Mitglieder von Organen von Unternehmen, die zu mehreren Lizenznehmern, Muttervereinen oder mit diesen verbundenen Unternehmen in wirtschaftlich erheblichem Umfang in vertraglichen Beziehungen im Bereich der Vermarktung, einschließlich des Sponsorings oder des Spielbetriebs stehen", nicht Mitglied im Präsidium und Verwaltungsrat eines Vereins sein können.

Just dies könnte auf Müller zutreffen, schließlich gehört er zur Führungsriege der Immobilienentwicklungsgesellschaft CG Gruppe - und diese ist (seit diesem Frühjahr) nicht nur Topsponsor des KSC, sondern wirbt seit längerem auch auf den Trikotärmel von RB Leipzig und Hertha BSC Berlin.

Ob Müllers Kandidatur bei dieser Gemengelage zulässig ist, dürfte somit maßgeblich von der Frage abhängen, ob die Sponsorentätigkeit der CG Gruppe bei den beiden Bundesligisten als in "wirtschaftlich erheblichem Umfang" einzustufen ist. Müller sieht das naturgemäß nicht so. Zudem habe er sich im Vorfeld von einem Fachanwalt beraten lassen. Der KSC-Wahlausschuss scheint sich dessen allerdings nicht so sicher - und hat die DFL um Rechtsauskunft gebeten. Gleiches gilt für Ulrich Metz, der für den KSC-Verwaltungsrat kandidieren möchte - und ebenfalls im Aufsichtsrat der CG Gruppe sitzt.

Eine einschätzende Rückmeldung von der DFL wird für heute erwartet, danach will der KSC-Wahlausschuss, der gestern mit Verweis auf ein laufendes Verfahren keine Auskunft geben wollte, relativ zeitnah die endgültige Kandidatenliste bekanntgeben. Am Abend (19 Uhr) findet dann im Fanzelt im Wildparkstadion eine Informationsveranstaltung der Supporters statt, in denen sich die Kandidaten vorstellen möchten. (ket)

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