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Kontinuität im Kader
10.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

Die elfte Saison im Volleyball-Oberhaus, die am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Lüneburg beginnt, ist für die Volleyball Bisons Bühl die erste Saison nach dem Ende der Ära des Trainers Ruben Wolochin. Man darf durchaus gespannt sein, wohin die Reise ohne den Argentinier geht, der es mit seinem riesigen Netzwerk immer wieder geschafft hat, interessante Spieler in die Zwetschgenstadt zu holen. In Johan Verstappen haben die Bühler Volleyballer nun einen Trainer verpflichtet, der sich besonders im deutschen Nachwuchsbereich sehr gut auskennt - und damit der Ausrichtung des badischen Volleyball-Bundesligisten eher entspricht.

Vor allem junge, deutsche Talente sollen in Bühl eine Heimat finden, ganz ohne ausländische Verstärkungen geht es aber auch diesmal (noch) nicht. Fünf neue Spieler aus Frankreich, Ungarn, Litauen und den USA ergänzen den Kader, in dem außer dem Albaner Anton Qafarena nur noch deutsche Spieler stehen. Spieler, die schon die dritte oder gar vierte Saison für Bühl auflaufen werden und somit für Kontinuität im Kader sorgen sollen. Wohin die Reise in dieser Spielzeit gehen wird, ist allerdings schwer zu sagen.

Vor allem die Top-Teams haben sich wieder spektakulär verstärkt und auch dahinter dürfte das Gerangel um die besten Playoff-Plätze groß sein. Ein Platz unter den besten acht Teams der Hauptrunde ist das Ziel der Bisons, viel mehr dürfte unter diesen Voraussetzungen auch kaum drin sein. Eher zeichnet sich ab, dass der Kampf um einen Playoff-Platz für die Bisons alles andere als ein Selbstläufer ist. Auch die Mannschaften aus der unteren Etage haben personell teilweise mächtig nachgelegt.

Verstappen findet es aber eher müßig, sich mit den personellen Entwicklungen der Gegner zu beschäftigen. "Wir schauen auf uns", ist er nicht bereit, irgendwelche Prognosen über die Endplatzierung und das Leistungsvermögen seiner Mannschaft abzugeben. Noch wisse er nicht, wie gut seine Jungs wirklich spielen können. In der Vorbereitung gab es immerhin reichlich positive Erkenntnisse und zuletzt auch zwei bemerkenswerte Siege gegen den holländischen Erstligisten Groningen sowie den Ligarivalen Rottenburg.

Was die neue Bühler Mannschaft aber wirklich drauf hat, wird sich erst im Ligaalltag zeigen. Zumal Libero Tim Stöhr in der entscheidenden Phase der Vorbereitung verletzt zuschauen musste und Corbin Balster dessen Position übernahm. Balster zeigte, dass er mit seinem guten Ballgefühl durchaus eine Alternative auf dieser Position sein könnte, doch dann würde er als Alternative auf den Außenpositionen fehlen.

Positiv beim heimischen Vorbereitungsturnier konnte zudem vor allem der US-Amerikaner Gregory Petty (Annahme/Außen) auf sich aufmerksam machen, und auch der Litauer Edvinas Vaskelis (Diagonal) ließ aufblitzen, dass er zu einem wichtigen Faktor werden könnte. Als Mittelblocker verpflichteten die Bisons mit dem Ungarn Alpar Szabo und dem Franzosen Sebastian Roatta zwei routinierte Spieler, die durchaus in der Lage sein dürften, das erneut sehr junge Team am Netz gut zu organisieren. Szabo ist mit 29 Jahren klar ältester Spieler der Mannschaft, die mit Petty (26) nur noch einen weiteren Spieler jenseits der 23 Jahre hat.

Verletzungsprobleme sollten demnach eher die Ausnahme bilden. Bühl scheint somit bereit, auch die elfte Auflage seines Bundesliga-Abenteuers erfolgreich gestalten zu können und auf die Fans, die wieder versuchen werden, die Bühler Großsporthalle in einen Hexenkessel zu verwandeln, wartet wieder eine spannende Saison.

Heimauftakt

am Mittwoch

Heimspielstart ist am Mittwoch, 16. Oktober - wie so oft gegen Friedrichshafen. Dieses Spiel ist das erste von insgesamt vier Mittwochsspielen in heimischer Halle, hinzu kommen zwei Auswärtsspiele zur Wochenmitte.

Durchaus bemerkenswert ist auch, dass bis auf das letzte Heimspiel (einheitlich 19 Uhr) und jenes am Fastnachtssamstag gegen Rottenburg (17.30 Uhr), alle Heimspiele der Bisons erst um 20 Uhr angepfiffen werden, während es bei den Auswärtsspielen durchweg früher losgeht.

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