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Überraschung verpasst
Überraschung verpasst
14.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

Ein Punkt wäre drin gewesen, vielleicht sogar der Sieg. Bei der 1:3 (19:25, 21:25, 30:28, 25:27)-Niederlage zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison schrammten die Volleyball Bisons Bühl ganz knapp an einer Überraschung vorbei. Als Gast in der berüchtigten Lüneburger Gellersenhalle steigerte sich die Truppe des neuen Trainers Johan Verstappen im Spielverlauf zwar deutlich, musste sich letztlich aber einem etwas cleverer agierenden Lüneburger Team beugen.

In den entscheidenden Phasen wurden zu viele einfache Fehler eingestreut, während auf Lüneburg Seite vor allem Jannik Pörner auf der Diagonalen und der Finne Antti Ronkainen cool blieben und beständig punkteten.

"Man darf nicht vergessen, wie jung unsere Spieler noch sind", nahm Verstappen seine Jungs zwar in Schutz, ärgerte sich aber trotzdem, dass sich die Mannschaft für ihr engagiertes Spiel nicht belohnte. "Wir hatten tolle Phasen, doch wenn man seine Chancen nicht nutzt, dann wird es gegen solch einen Gegner eben schwer." Vor allem die langen Ballwechsel hatte Verstappen im Blick, in deren Verlauf sich für seine Mannschaft häufig zwei, drei Punktsituationen ergaben, ehe dann doch wieder Lüneburg das bessere Ende auf seiner Seite hatte. "Natürlich gibt es auch für lange Ballwechsel nur einen Punkt, doch solche Punkte bringen der erfolgreichen Mannschaft immer auch zusätzliche Energie."

Zu Beginn des Spiels hatte es noch nicht danach ausgesehen, als könnte Bühl in Lüneburg etwas Reißen. Beide Mannschaften starteten nervös, leisteten sich viel zu viele Aufschlagfehler und ließen so keinen Spielfluss aufkommen. Bis zur Satzmitte wog das Geschehen hin und her, doch dann sorgten Ronkainen und Pörner mit taktisch klugen Angriffen dafür, dass sich Lüneburg langsam absetzen konnte. Bühl hielt zwar dagegen, vor allem Anton Qafarena auf der Diagonalen war kaum zu bremsen, doch guten Aktionen folgten fast postwendend leichte Eigenfehler. Im zweiten Durchgang spielte Bühl zwar etwas disziplinierter und konnte den Satz bis zum 21:22 absolut offen gestalten, doch ein Aufschlagass gefolgt von einem technischen Fehler der Bühler machten alle Mühen kaputt.

Wer nun eine klare Sache erwartet hatte, sah sich getäuscht. Bühl steigerte sich nochmals, bestimmte im dritten Satz lange Zeit das Tempo und lag bis zum 21:17 auf sehr gutem Kurs. Vor allem Neuzugang Lukas Demar zeigte, dass auch er am Netz sehr clever agieren kann und ließ immer wieder Lüneburgs Block und Feldabwehr schlecht aussehen. Im Satzfinale dann aber wieder das alte Bild: Lüneburg spielte seine Routine aus, Bühl patzte. Doch diesmal legten die Bisons nach. Mit gutem Blockspiel, beherzten Angriffen und starker Abwehrleistung wurden insgesamt vier Matchbälle des Gegners abgewehrt und der Satz doch noch gewonnen. Lüneburg schien verunsichert und spielte im vierten Satz deutlich verhaltener, während Bühl das Momentum nutzen wollte.

Bis zum 21:19 hatten die Bisons klar Oberwasser, Aufschlag- und Annahmefehler sowie eine mangelhafte Chancenverwertung auf Bühler Seite ließen die Partie aber wieder kippen. "Sehr ärgerlich", kommentierte Verstappen anschließend das Endergebnis, blickte aber gleich wieder nach vorne. "Wir müssen dazu lernen und den nächsten Schritt machen." Bereits am Mittwoch geht es beim Heimspiel-Auftakt um 20 Uhr gegen Rekordmeister Friedrichshafen.

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