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Kracher und Kellerduell
25.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Der Lokalkracher zwischen der SG Steinbach/Kappelwindeck und Phönix Sinzheim ist kein gewöhnliches Derby, wobei die Begriffe "gewöhnlich" und "Derby" ohnehin keine natürliche Symbiose eingehen. Dieses spezielle Nachbarschaftsduell heute Abend nimmt aber unabhängig davon eine Sonderstellung ein, es ist schlichtweg "DAS" Derby aus Bezirkssicht in der Handball-Südbadenliga. Kein Wunder, dass es mit ebendieser Betonung seitens der SG schon Anfang der Woche in den sozialen Medien derart beworben wurde.

Eine besondere Stimmung in der Mannschaft hat auch schon Sigurjon Sigurdsson im Vorfeld des Derbys festgestellt. Deshalb hat sich der neue Trainer der Rebland-SG dazu entschlossen, nicht noch zusätzlich Spannung zu erzeugen. Für ihn persönlich ist Phönix ohnehin "nur ein starker Gegner, den wir besiegen müssen". Bei der jüngsten Niederlage in Altenheim konnte die SG rund um Spielmacher Jeremias Seebacher, der sich in bestechender Form befindet, nicht ganz an die Chancenverwertung der vergangenen Wochen anknüpfen. Obendrein hat Johannes Höll gefehlt, Stefan Schmitt - der andere Rückraum-Shooter - war angeschlagen.

Die Sinzheimer reisen derweil mit einem "besonderen Erfolgserlebnis" an, wie Kalman Fenyö betont, der im Übrigen zu Fuß in die neue Bühler Großsporthalle laufen kann. "Handball pur" - in den letzten 15 Sekunden fielen drei Tore - war das Heimspiel von Phönix gegen Herbolzheim, bei dem die Feuervögel "die ganze Zeit Probleme" hatten, durch einen Kunstschuss von Spielmacher Alexander Bossert nach Ablauf der Zeit aber dennoch jubelnder Weise das Feld verließen. Das gibt freilich Rückenwind, wie Fenyö im Training beobachtet hat: "Alle sind top motiviert." Besonders gilt dies natürlich für Akteure wie Valliere Kirschner oder Eike Rumpf, die aus der Jugend der Rebland-SG stammen. Keeper Luca Bertrand, der im vergangenen Jahr noch das gelb-blaue Trikot getragen hat, wird heute krankheitsbedingt fehlen. Das gilt ebenso für den langzeitverletzten Yannick Bischoff.

Dezimiert war zuletzt auch die SG Muggensturm/Kuppenheim. Ein halbes Dutzend Akteure war angeschlagen oder krank, auch Spielertrainer Benny Hofman lag mit Fieber darnieder. Nur gut, dass MuKu ohnehin spielfrei war. Vor dem Heimspiel gegen den TV Oberkirch sind aber alle wieder an Bord, weshalb Hofmann guter Dinge ist. Er geht zwar von "einem ganz engen Spiel" aus, glaubt aber, "dass wir die zwei Heimpunkte einfahren". Wichtig wird in diesem Zusammenhang sein, dass MuKu über 60 Minuten aufs Tempo drückt, denn der TVO ist zwar ein äußerst routiniertes, aber auch ein recht betagtes Team.

Ganz und gar nicht alt, sondern geradezu blutjung sind viele Akteure des runderneuerten TuS Helmlingen. Phasenweise war genau das das Problem des TuS, dem in einigen Spielen noch die nötige Cleverness fehlte. Diese Thematik war und ist den Verantwortlichen in Helmlingen bewusst, weshalb auch nach der jüngsten Klatsche beim Topteam Hofweier keine Panik ausgebrochen ist. Dennoch: Im Kellerduell morgen - der TuS (2:10) ist Letzter, der TVH (2:8) steht einen Rang davor - ist ein Heimsieg oberste Pflicht. "Jeder kann die Tabelle lesen. Das ist ganz klar ein Vier-Punkte-Spiel", betont Ralf Ludwig vor dem Kellerduell. Ein Sieg sei nicht nur tabellarisch, sondern auch "psychologisch wichtig für den weiteren Saisonverlauf", so der neue TuS-Trainer, der Zuversicht versprüht: "Wir gewinnen das Ding!" Seine Marschroute: Eine aggressive 6-0-Abwehr stellen, nach vorne Tempo aufnehmen und die gegnerischen Keeper nicht warmschießen.

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