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Söderholm begeistert alle
Söderholm begeistert alle
07.11.2019 - 00:00 Uhr
Zu sagen, Toni Söderholm kommt als Eishockey-Bundestrainer an, ist untertrieben. Die Deutsche Eishockey Liga schwärmt geradezu von dem unerfahrenen 41-jährigen Finnen. Und DEB-Präsident Franz Reindl fühlt sich vor dem Debüt des Nachfolgers von Marco Sturm beim Deutschland Cup in Krefeld nicht nur in seiner Wahl bestätigt. Söderholm hat seine Erwartungen gar übertroffen.

"Er hat Riesenschritte nach vorn gemacht. Für mich hat er sich als internationaler Coach präsentiert und entwickelt. Das war von der Geschwindigkeit her schon überraschend", bilanzierte der DEB-Chef vor dem Turnierauftakt heute (19.45 Uhr/Sport1) gegen Russland. Als vorheriger Drittliga-Coach hatte Söderholm im Januar eine alles andere als leichte Aufgabe übernommen. Schließlich folgte der Trainer-Nobody auf den erfolgreichsten Bundestrainer der DEB-Geschichte. Sturm hatte mit der Olympia-Silbermedaille 2018 eine Sensation geschafft. "Toni macht einen sehr guten Job und wird den Aufschwung fortsetzen", sagte Düsseldorfs Trainer Harold Kreis. Sein Münchner Kollege Don Jackson ging sogar noch weiter: "Man könnte keine bessere Person haben als Söderholm."

Jacksons Aussage mag weniger überraschen angesichts dessen, dass er den früheren Verteidiger beim Red-Bull-Team einst als Co-Trainer unter seine Fittiche genommen hatte. Doch schnell hat Söderholm auch die anderen DEL-Clubs von sich überzeugt. Im für das Nationalteam so wichtigen Austausch hinterlässt er offenbar einen noch besseren Eindruck als der beliebte Sturm.

"Die Kommunikation zwischen Clubs und Bundestrainer war noch nie so ausgeprägt wie jetzt", sagte Ingolstadts Sportdirektor Larry Mitchell. Mannheims Manager Jan-Axel Alavaara meinte: "Er hat eine klare Philosophie und treibt seine Vision vom DEB ohne Kompromisse voran, zudem läuft die Kommunikation mit den Clubs hervorragend." Mit Überzeugung, aber auch strukturiert und mit seinem eigenen, offensiveren Spielsystem hat Söderholm die ambitionierten Ziele von DEB-Präsident Reindl angenommen. Dessen Projekt sieht vor, dass die deutsche Auswahl von 2026 an ernsthaft um die internationalen Medaillen mitspielt. "Er hat das Momentum der Sturm-Ära genutzt und neue, junge Spieler in die Nationalmannschaft eingebaut", sagte Kölns Sportdirektor Mark Mahon. Allerdings gelang es auch Söder-

holm nicht auf Anhieb, im WM-Viertelfinale gegen eine große Nation zu bestehen.

Beim Deutschland Cup verzichtet er auf etliche WM-Teilnehmer und überraschte mit Spielern der zweiten und dritten Reihe im Aufgebot für die einzige Maßnahme vor der WM-Vorbereitung im April. Er begründete dies mit der notwendigen Pause für die in der Champions League belasteten Münchner und Mannheimer und wollte sich für mögliche Ausfälle für die WM 2020 in der Schweiz wappnen. Fünf Debütanten, ein prominenter Rückkehrer und nur sechs WM-Teilnehmer: Beim ersten Test setzt der Coach auf die Zukunft - und einen Helden der Vergangenheit. Olympia-Silbermedaillengewinner Felix Schütz streift beim Deutschland Cup erstmals seit der Sensation von Pyeongchang wieder das DEB-Trikot über.

Der 32-Jährige kämpft um seine letzte Chance im DEB-Team - die Münchner Kevin Reich und Maximilian Daubner, der Schwenninger Mirko Sacher, der Kölner Colin Ugbekile und der Nürnberger Daniel Fischbuch dagegen um ihre erste. Söderholm: "Es ist die erste Möglichkeit für die Spieler, sich für die nächste WM zu bewerben. Im Hintergrund steht auch Olympia." (dpa)

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