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MuKu-Maxime: Tempo ohne Ende
08.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Benny Hofmann ist es fast ein bisschen unangenehm, aber was soll er machen? Seit Wochen kommt der Spielertrainer der SG Muggensturm/Kuppenheim nicht umhin, seine Mannschaft in den höchsten Tönen zu loben. Und eigentlich will Hofmann ja, "dass es so weitergeht". Sechs ihrer bisher sieben Spiele haben die MuKu-Handballer gewonnen, damit stehen sie aktuell auf Rang drei in der Südbadenliga. Der Höhenflug führt unter anderem dazu, dass morgen in der Sporthalle am Cuppamare ein echtes Topduell ansteht: Der bisher noch unbesiegte Tabellenführer HGW Hofweier gastiert in Kuppenheim.



Hofmann kommt sich bei seiner Lobhudelei deshalb etwas komisch vor, weil seine Sätze meist ähnlich klingen: "Eine Top-Abwehr und schnelles Umschaltspiel - das macht uns im Moment so stark." Wobei: Nach dem jüngsten Erfolg in Oberhausen kam eine Variation hinzu. Dort, so Hofmann, hat sein Team den TuS auch im Positionsspiel "regelrecht auseinandergenommen". Das wiederum, wird morgen eher nicht passieren, denn der Spitzenreiter verfügt über eine "brutale Qualität", weiß Hofmann. Zusammen mit Trainerkompagnon Niki Wagner hat er sich den knappen Sieg des HGW gegen die Rebland-SG angeguckt und festgestellt: "Marco Schlampp, David Knezovic, Radoslaw Jankowski, Robin Dittrich, Philipp Kunde, Strahinja Vucetic, Nebosja Nikolic - von den Namen her ist das eine Oberliga-Mannschaft. Aber in dieser Saison müssen sie sich noch mit uns rumärgern." In der Tat hat MuKu das Potenzial, den Favoriten gehörig zu nerven, auch der Rebland-SG ist das streckenweise sehr gut gelungen. Wie das gelingen kann, hat Hofmann im Kopf: "Sehr aggressive Abwehr - und dann Tempo ohne Ende." Dabei setzt MuKu auf das Kollektiv: "Wir sind das geschlossenere Team", so Hofmann. Klar ist auch: "Jeder von uns muss eine super Leistung abrufen, wenn wir Zählbares abgreifen wollen."

Die SG Steinbach/Kappelwindeck hat das gegen den HGW geschafft, Punkte sprangen aber nicht heraus, die Fehlerquote war schlicht zu hoch. Obendrein mussten mit Keeper Stefan Meßmer und Abwehrchef Tim Schreck zwei wichtige Stützen grippebedingt passen. Insgesamt macht die Leistung der SG vor der Partie morgen in Elgersweier aber Mut - so großen, dass Coach Sigurjon Sigurdsson sagt: "Mit einer guten Tagesform werden wir da die Punkte holen können."

"Sehr einverstanden" war derweil Trainer Kalman Fenyö mit der jüngsten Leistung seiner Feuervögel im Derby gegen den TuS Helmlingen, das Phönix Sinzheim letztlich klar gewonnen hat - trotz der Tatsache, "dass wir aus dem letzten Loch pfeifen". Der Sieg im Südbadenliga-Schlager habe obendrein gezeigt, "dass wir zurzeit nicht die Qualität haben, durch die Liga zu fliegen, aber dass der Teamgeist 100 Prozent stimmt. Wenn es drauf ankommt, sind die Jungs da!" Ob das auch morgen klappt, wird sich weisen müssen, Phönix gastiert bei der HSG Freiburg. Die Voraussetzungen sind - wie fast vor jedem Spiel der Feuervögel - nicht die besten: Keeper Peter Fodor ist körperlich extrem angeschlagen, gleiches gilt für Fabien Winogrodzki. Obendrein konnten Valliere Kirschner (Fußprellung) und Noah Reck (Knöchelblessur) in dieser Woche kaum trainieren.

Angeschlagen, wenn auch nicht unbedingt personell, ist der TuS Helmlingen. Nach der Derbypleite ist der Tabellenvorletzte vor dem Kellerduell am Sonntag gegen Schlusslicht SG Köndringen II extrem unter Zugzwang. Ralf Ludwig spricht zurecht von einem "Vier-Punkte-Spiel, das wir ziehen müssen". Mit dem Heimpublikum im Rücken ist der TuS-Coach "sehr, sehr optimistisch", dass das gelingen wird.

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