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MuKu fehlt die Durchschlagskraft
MuKu fehlt die Durchschlagskraft
11.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Niki Wagner hatte rund eine Stunde vor dem Anpfiff noch die Hoffnung geäußert, "dass wir das Spiel etwas länger offen gestalten können als gegen Steißlingen". Denn vor vier Wochen war die Topbegegnung gegen einen der beiden Aufstiegskandidaten bereits nach 45 Minuten entschieden. Am Samstagabend war nun der HGW Hofweier zu Gast in Kuppenheim. Gegen den Tabellenführer konnte der Rangdritte zwar minuten- und ergebnistechnisch ein klein wenig länger Schritt halten, musste sich letztlich aber doch klar mit 18:22 geschlagen geben. Gerade die Offensivleistung beider Teams war für die rund 400 Zuschauer ernüchternd.

"Wir waren einfach nicht bereit, das Topspiel anzunehmen", musste Benny Hofmann das ein oder andere Einstellungsdefizit bei seinen Jungs konstatieren. Auch in die rein handballerische Analyse stieg der spielende Part des MuKu-Trainerduos nach der Partie schonungslos ein: Er sprach von einer "katastrophalen" Angriffsleistung und monierte "so viele technische Fehler wie selten". Gepaart führten die zwei Komponenten dazu, dass die Grün-Weißen aus Hofweier nach dem Schlusspfiff durch die Sporthalle am Cuppamare hüpften und dabei "Spitzenreiter, Spitzenreiter" skandierten.

In der ersten Hälfte begegneten sich beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe. Nach dem 3:3 (9.) legten die Gäste zwar immer mal wieder ein, zwei, manchmal gar drei Treffer vor (3:5/11.; 5:7/17.), doch MuKu ließ sich nicht beirren und glich wieder aus (7:7/18.). Doch schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich MuKus Abschlussschwäche in einigen Szenen an. Da Hofweier das gefürchtete Tempospiel der Hausherren zu unterbinden wusste, standen die Rückraumschützen verstärkt im Fokus, hier konnte lediglich Fabian Grieb mit einigen Abstrichen überzeugen. Auf der Gegenseite hatten Spielmacher Robin Dittrich und Strahinja Vucetic etwas mehr zu bieten. Die Folge: Der HGW enteilte auf 11:7 (25.). MuKu-Keeper André Treiber, der wie sein Gegenüber Nebosja Nikolic mehr als ein Dutzend Mal sehenswerte Paraden auspackte, hielt sein Team im Spiel. Zur Pause verkürzte die SG auf 10:11.

Nach dem Wechsel stand zunächst Schiedsrichter Matthias Kaufhold im Mittelpunkt. Nachdem er mit Kompagnon Daniel Lehmann zuvor schon die MuKu-Frauen gepfiffen hatte, machte ihm in Minute 37 eine Muskelverletzung in der rechten Wade einen Strich durch die Rechnung, er konnte nicht mehr weiterpfeifen. Lehmann war fortan auf sich alleine gestellt - kein leichtes Unterfangen, zumal die Unparteiischen schon als Duo nicht immer auf der Höhe waren.

Das galt in der Folge auch für MuKu. Den Hausherren fehlte schlichtweg die Durchschlagskraft im Angriff, und wenn sie sich dann doch einmal in Position bringen konnten, versagten mehrfach die Nerven. Zwar konnte die SG den 11:14-Rückstand (34.) ausgleichen (14:14/46.), über 17:15 (51.) zog der HGW dann aber ohne große Probleme auf 21:15 davon (56.) - die Partie war entschieden. Angesichts von 12:4 Punkten ist die Niederlage gegen den Topfavoriten wahrlich "kein Beinbruch", wie Hofmann befand, "daraus müssen wir lernen",

SG Muggensturm/Kuppenheim: Treiber, Zaum - Grieb 6/1, Unser 4, Hörth, Herbst je 2, Hofmann 2/1, Welzer, Huber je 1, Gruttke, Ziegler, Lehnkering, Charles, Milbich.

HGW Hofweier: Nikolic 2, Herbert - Dittrich 8, Vucetic 7/2, Knezovic, Schlampp je 2, Schade 1, Blasius, Wildt, Kunde, Jankowski.

Schiedsrichter: Matthias Kaufhold/Daniel Lehmann (DJK Singen) - Zuschauer: 400 - Zeitstrafen: 3/4.

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