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Flutlicht, viele Fans - "reizvoll"
05.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

Nürnberg, Hannover und Stuttgart, die Absteiger aus der Bundesliga natürlich, sowie in seinem zweiten Jahr im Unterhaus des deutschen Fußballs der HSV - das waren vor dem Punktspielstart sicher die am höchsten gehandelten Kandidaten, was den Aufstieg in die Bundesliga anbelangt. Von Arminia Bielefeld war diesbezüglich nicht die Rede, oder wenn, dann nur vereinzelt. Nach 15 Spielen aber führt der DSC Arminia die Zweite Liga an - mit drei Punkten Vorsprung gegenüber Hamburg und sechs gegenüber dem VfB.


"Das ist die Überraschungsmannschaft dieser Saison", sagt Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek, der mit dem KSC morgenabend (18.30 Uhr) auf der Bielefelder "Alm" zu Gast ist. "Flutlicht, 20 000 Zuschauer im Stadion, der Rasen ist nass", für Alois Schwartz gibt es fast keine schöneren Voraussetzungen für ein Fußballspiel. "Das wird zwar eine schwere, aber reizvolle Aufgabe für uns", sagt der Karlsruher Cheftrainer. "Die nehmen wir jedoch gerne an." Denn auch in Ostwestfalen gebe es drei Punkte zu holen, "deshalb fahren wir dorthin".

Der Tabellenführer, erklärt Oliver Kreuzer die Hoffnungen der Wildparkprofis, in Bielefeld etwas Zählbares mitnehmen zu können, "ist auswärts um einiges stärker als zuhause." Oder umgekehrt: im eigenen Stadion (sieben Spiele: zehn Punkte) deutlich schwächer als auf fremden Plätzen (acht Spiele: 22 Punkte). Auf der Alm hätte Arminia "schon einige Wackler drin gehabt." Vor zwei Wochen zum Beispiel konnte der SV Sandhausen einen Punkt aus Bielefeld entführen (1:1). Fußball-Deutschland erwarte vielleicht nichts vom KSC dort, "aber wir selbst erwarten was von uns", verdeutlicht der KSC-Sportdirektor die eigenen Ambitionen. "Wir wollen dort drei Punkte einfahren."

Die personellen Voraussetzungen dafür sind optimal. Nur Justin Möbius, man muss ihn beinahe als Spieler aus dem dritten Glied bezeichnen, fällt wegen muskulärer Probleme am Schienbein aus. Daniel Gordon bekam beim 4:1-Erfolg gegen Regensburg einen Schlag auf die Wade und musste im Training etwas kürzer treten. Seinem Einsatz auf der "Alm" steht jedoch nichts mehr im Weg. Alle anderen Stammkräfte absolvierten bisher eine "ordentliche" Trainingswoche.

Apropos Stammkräfte: Seinen Anspruch auf einen Platz in der Startelf untermauerte Anton Fink gegen Regensburg nicht nur mit dem Tor zum 1:0. "Er hat an seiner Fitness gearbeitet", lobte Alois Schwartz seinen in der Dritten Liga von manchem gegnerischen Trainer als "Unterschiedsspieler" bezeichneten Torjäger. Schwartz: "Er hat immer eine Idee und ist deswegen immer eine Option." Tatsächlich ließ "Toni" gegen den SSV Jahn teilweise auch seine Spielmacherqualitäten aufblitzen und leitete auch das 3:0 durch Philipp Hofmann ein. Auch die neben Fink nach der Derby-Pleite in Stuttgart gegen Regensburg neu für die Anfangsformation nominierten Marc Lorenz und Christoph Kobald präsentierten sich so, dass es ihrem Trainer schwer fallen wird, sie womöglich wieder auf die Ersatzbank zu setzen. (dpa)

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