Maximale Minitorausbeute

Maximale Minitorausbeute

Kampfspiel, Arbeitssieg. So lässt sich der 1:0-Erfolg des Drittligisten Karlsruher SC gegen Fortuna Köln kurz und bündig zusammenfassen. Zum fünften Mal in dieser Saison reichte den Wildparkprofis ein Tor, um ihrem Konto drei Punkte gutschreiben zu können. Fabian Schleusener sorgte mit seinem zehnten Saisontor schon in der sechsten Minute für den elften Saisonsieg seiner Mannschaft. Die Schützlinge von Trainer Alois Schwartz verbesserten sich von Tabellenplatz sechs auf Rang fünf - und damit auch ihre Chancen im Kampf um Relegationsplatz drei.

Aber wieder mussten Präsident Ingo Wellenreuther ("Leider haben wir das 2:0 nicht gemacht"), Sportdirektor Oliver Kreuzer und der Chefcoach ("Das zweite Tor zu machen, fällt uns schon die ganze Saison schwer") nach dem Spiel praktisch unisono bedauern, dass ihre Mannschaft es nicht schaffte, die drei Punkte mit einem zweiten Treffer abzusichern. "Wir haben den Gegner 15, 20 Minuten lang total beherrscht, haben früh 1:0 geführt, hatten Chancen und waren im Rhythmus", sagte Kreuzer, der erwartet hatte, "dass die Mannschaft weiter mit Mut und Selbstvertrauen auf das 2:0 geht." Stattdessen hätten sich die Profis "immer mehr nach hinten fallen lassen."

Mit dem nackten Ergebnis jedoch waren natürlich alle KSC-Verantwortlichen zufrieden, zumal Gästecoach Uwe Koschinat einräumte: "Uns haben die Mittel gefehlt, um das Spiel noch zu drehen. Gratulation zum verdienten Sieg."

Schon früh gelang den Hausherren das 1:0 (7.). Nach einer Flanke von rechts von Anton Fink köpfte Fabian Schleusener am zweiten Pfosten sein zehntes Saisontor. Nach etwa einer Viertelstunde jedoch waren die Gäste besser im Spiel, und Lars Bender prüfte erstmals die Aufmerksamkeit von KSC-Keeper Benjamin Uphoff (18.). Nur wenig wehrte er einen Schuss von Dahmani zur Ecke ab (20.). Kurz darauf hatte Michael Kessel vor der Pause die größte Chance, den Kölner Ausgleich herzustellen, schoss aber aus zehn Metern auf Uphoff (25.).

Auch der KSC brachte vor dem Seitenwechsel keinen seiner in den Ansätzen durchaus erfolgversprechenden Angriffe mehr richtig durch. Der zweite Spielabschnitt verlief ähnlich ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften gewann die Oberhand. Klare Chancen - aus der Rubrik: Der Ball muss doch drin sein - ergaben sich weder hüben noch drüben. "Da war schön Tempo drin", meinte Alois Schwartz. Für Kollege Koschinat waren die Bemühungen seiner Schützlinge um den Ausgleich "ein bisschen ein Spiel mit dem Feuer."

Er jedenfalls habe "gezittert", weil es bei KSC-Kontern doch einige Male recht gefährlich wurde. Speziell, als sich Einwechselspieler Marco Thiede über links durchgetankt hatte, dann aber den Ball nicht richtig traf und der Nachschuss von Muslija abgeblockt wurde (55.). Zum Glück für den in der Schlussphase defensiv keineswegs sattelfesten KSC kam Daniel Keita-Ruel nicht richtig an eine Flanke von links - und köpfte vorbei (90.+2).

"Wir haben aus den ersten vier Spielen nach der Winterpause zehn Punkte geholt", lobte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer die Effektivität." Das ist sehr gut." Am Mittwoch, im Nachholspiel in Osnabrück, sollen drei weitere Zähler auf das KSC-Konto.

KSC: Uphoff - Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Muslija, Mehlem (78. Bülow), Wanitzek, Lorenz (46. Thiede) - Fink (90. Pourié) - Schleusener.

F. Köln: Boss - Ernst, Menz, Theisen (61. Farrona Pulido), Bender (81. Bröker) - Pazurek (78. Kurt), Brandenburger - Dahmani, Kessel, Scheu - Keita-Ruel.

Schiedsrichter: Aarnink (Nordhorn). - Zuschauer: 13826 - Tore: 1:0 Schleusener (6.). - Gelbe Karten: - Menz, Brandenburger, Kessel - Beste Spieler: Schleusener, Mehlem, Gordon / Dahmani, Bender.(fal)

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