Erster "großer" Titel für Kobialka

Überraschungssieg: U-18-Athletin Vanessa Kobialka (TV Iffezheim) stößt in Sindelfingen 13,87 Meter.  Foto: rawo

Die Erfolge der mittelbadischen Kugelstoßer gehen weiter: Bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Sindelfingen holte sich Vanessa Kobialka bei den Mädchen U18 überraschend Gold, während es für Bodo Göder Silber in der Männer-Konkurrenz gab. Yannick Spissinger krönte sich zum Titelträger im Hürdensprint der Männer.

Vanessa Kobialka vom TV Iffezheim war als Dritte der U-18-Meldeliste nach Sindelfingen gereist, vor ihr favorisiert mit Weiten über 14 Meter die Fünfte und die Achte der deutschen Rangliste. Doch das Wettkampfgeschehen stellte dann diese Reihenfolge auf den Kopf. Die Konkurrentinnen kamen nicht richtig in den Wettkampf rein, Kobialka setzte sich mit 13,48 Metern an die Spitze des Feldes. Im dritten Durchgang ging Alina Henke (Bisingen) an ihr vorbei, mit 13,62 Meter aber nicht besonders deutlich. Die Badenerin konnte erfolgreich kontern und holte sich in Runde vier mit 13,87 Meter die Führung zurück. Henke verbesserte sich zwar noch auf 13,75, doch am Ende war die Sensation perfekt: Die junge Kugelstoßerin aus Iffezheim holte sich ihren ersten "großen" Titel.

Josefa Metzinger (SR Yburg Steinbach) kam mit 12,85 Metern nah an die 13-Meter-Marke heran, hatte zudem mit 12,83 noch einen ähnlich weiten Versuch und wurde am Ende Sechste. Ihre ein Jahr ältere U-20-Vereinskameradin Antonia Seydel trat in der Frauenklasse mit der ein Kilo schwereren Kugel an und belegte mit 11,80 Meter Platz neun.

Weiter zu stoßen wie bei den deutschen Hochschul-Hallenmeisterschaften hatte sich Bodo Göder (Steinbach) für seinen Wettkampf im Glaspalast vorgenommen. Und mit 19,04 Metern gelang ihm im ersten Durchgang gleich ein recht ansprechender Versuch. In Durchgang zwei verdrängte ihn der Sindelfinger Tobias Dahm um einen Zentimeter von der Spitze, Göder kam auf 18,98. Dahm legte dann 19,60 Meter nach, und der Steinbacher kam in keinem seiner restlichen vier Versuche mehr über die 19-Meter-Marke. Der Sieg ging somit sicher an den ehemaligen deutschen Hallenmeister, der in seinem zweiten Wettkampf nach seinem Achillessehnenriss wieder im Aufwind ist. Göder muss jetzt auf die deutschen Hallenmeisterschaften nächstes Wochenende in Dortmund hoffen, um seine 19,15 Meter aus Frankfurt zu verbessern.

Leicht verbessern gegenüber seinem Saisoneinstieg konnte sich dagegen der Rastatter Hürdensprinter Yannick Spissinger (MTG Mannheim). Über 60 Meter Hürden der Männer sprintete er im Vorlauf in 8,12 Sekunden die schnellste Zeit. Im Finale wurde es dann richtig schnell und Spissinger holte sich in glänzenden 7,97 Sekunden den Titel unterm Hallendach. Damit verbesserte er sich um zwei Hundertstelsekunden gegenüber Anfang Februar im schweizerischen Magglingen und ist als Vierter der deutschen Rangliste nur noch eine Hundertstel vom Dritten entfernt.

Baumgarten testet auf Wettkampfniveau

Am ersten Wettkampftag hatte Justus Baumgarten (SCL-Heel Baden-Baden; U20) im Männerwettbewerb über 400 Meter erstmals diesen Winter über die zwei Hallenrunden getestet. In 50,17 Sekunden erzielte er zwar die viertschnellste Vorlaufzeit, verzichtete aber auf die Teilnahme am Endlauf am Sonntag.

Für die beiden Finalläufe qualifizieren konnte sich über 200 Meter die U-18-Sprinterin Helen Fischer (SR Yburg Steinbach). Nach 26,12 Sekunden gelang ihr aber im Endlauf keine Steigerung mehr und sie wurde in 26,41 Sekunden Siebte. Am zweiten Tag sprintete sie über 60 Meter im Vorlauf 8,17 Sekunden und im Zwischenlauf 8,16 Sekunden, was aber nicht für das Finale reichte. Über 1500 Meter der Mädchen W18 belegten Jasmin und Christine Vollmer (beide TV Bühl) in 5:09,26 und 5:09,35 Minuten die Plätze sieben und acht.(rawo)

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