Alle Augen auf Bella Rose

Alle Augen auf Bella Rose

Ein einziger Name reicht, um Isabell Werth (Foto: dpa) ins Schwärmen zu bringen: Bella Rose. Wenn die Dressur-Königin von ihrer 14-jährigen westfälischen Wunderstute spricht, geraten sogar sechs Olympiasiege und sieben WM-Titel in den Hintergrund. "Eine erfolgreiche WM mit ihr wäre der Höhepunkt meiner Karriere", sagte Werth bereits beim CHIO im Juli in Aachen. Bei den Weltreiterspielen in Tryon/North Carolina soll dieser Wunsch in Erfüllung gehen. "Sie ist unheimlich gehfreudig und charismatisch, hat viel Eleganz und Leichtigkeit. Dazu kommt ihre starke Piaffe-Passage-Tour. Sie hat alles, was das Herz begehrt", sagte die 49-Jährige vor dem Grand Prix der Teamwertung, der heute (ab 14.45 Uhr) startet, über Bella Rose: "Und dann natürlich noch diesen Sexappeal."

Trotz aller Huldigungen auf die Stute mag Werths Wahl ihres WM-Pferdes verwundern. Schließlich stehen Olympiastute Weihegold und Emilio, Nummer eins und zwei der Weltrangliste, daheim in Rheinberg im Stall. Dort bleiben sie auch, denn nach Tryon fliegt Werth mit Bella Rose - auch, wenn diese wegen einer rätselhaften Hufverletzung fast vier Jahre außer Gefecht gesetzt war und erst im Frühjahr 2018 auf das Viereck zurückkehrte. Ein zu großes Risiko? Nicht für Werth. "Ich glaube nicht", sagte sie, "auch wenn man manchmal bangt, dass etwas passieren könnte." So wie vor vier Jahren. Bei den Weltreiterspielen in der Normandie legte das Traumpaar einen grandiosen Grand Prix hin und führte die deutsche Equipe zu Gold. Nur wenige Stunden später musste das Ausnahmepferd verletzt aus dem Turnier genommen werden. Anschließend ging das Duo noch einmal bei den German Masters in Stuttgart an den Start, dann war Schluss - bis Juni 2018.

"Unsere Auftritte wurden zuletzt von Runde zu Runde immer besser. Ich fühle mich immer sicherer auf ihr und denke, dass wir in Tryon eine gute Vorstellung hinbekommen", sagte Werth optimistisch: "Mein Bauchgefühl ist sehr gut." (sid)

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