Zum Auftakt gegen den Angstgegner

Topspieler Eduardo Gonzales und seine Ottenauer wären mit einer Punkteteilung schon zufrieden.  Foto: F. Vetter/av

Weil in der Tischtennis-Badenliga der Männer die eigentliche Eröffnungspartie zwischen der DJK Offenburg und dem 1. TTC Ketsch auf den 4. November verlegt wurde, kommt nun die Spvgg Ottenau im Heimspiel gegen den nordbadischen Konkurrenten SV Niklashausen am Samstag ab 17:30 Uhr in den Genuss, die neue Badenliga-Saison zu eröffnen. Während man in den vergangenen Spielzeiten zu Hause eine Punkteteilung über die Zeit retten konnte, gab es auswärts immer eine glatte Abfuhr.

Gute Erinnerungen hat die Ottenauer Mannschaft um Kapitän Kresimir Vranjic vor allem an das letzte Kräftemessen im Murgtal, als Ottenau nach einem 4:8-Rückstand mit einer fulminanten Aufholjagd noch ein 8:8-Remis erkämpfte. Im ersten Spiel können die Ottenauer jedoch nicht aus dem Vollen schöpfen, denn die Spvgg muss seine Nummer vier, Leon Biedermann, ersetzen. Neben den beiden Führungsspielern Eduardo Gonzales und Lukas Mai kommen im mittleren Drittel Neuzugang Tobias Walch und Aaron Kawka zum Einsatz; das Schlussdrittel bilden Vranjic und Andre Schweikert.

Bei Angstgegner Niklashausen stehen mit Krzysztof Malcherek und Piotr Bereziuk zwei Topspieler im vorderen Paarkreuz, die gegen Gonzales und Mai alle vier Einzelspiele für sich verbuchen konnten, aber im Schlussdoppel gegen die beiden Ottenauer glatt in drei Sätzen unterlegen waren. Auch die Nummer drei der Gäste, Dariusz Szlubowski, konnte beide Einzelspiele für sich entscheiden. Neu im Team der Gäste sind Jan Fiederling auf Platzziffer vier und Andreas Härle auf sechs, Rafal Dworakowski rutschte von Rang vier auf fünf zurück. "Vor dem ersten Spiel weiß man natürlich nie, wo man steht", so Vranjic, der mit einer erneuten Punkteteilung zufrieden wäre. "Wir werden versuchen, durch unsere mannschaftliche Geschlossenheit dagegenzuhalten."

Der TTV Gamshurst empfängt in der Frauen-Badenliga am Samstag um 16 Uhr den VSV Büchig; der Meisterschaftsfavorit TTF Rastatt gastiert am Sonntag um 13 Uhr bei der zweiten Mannschaft des TTV Weinheim-West II. Gamshurst hatte sich im Vorjahr frühzeitig den Klassenverbleib gesichert und beendete die Saison mit 12:16 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Büchig hatte sich mit vier Punkten Vorsprung den fünften Rang gesichert.

Während bei Gamshurst allein Mareike Allgeier und Julia Lubitz die Positionen eins und zwei miteinander tauschten (dahinter spielen Sarah Strack, Natascha Seiler, Betül Özdemir und Neuzugang Ragaa El Bobbou), gab es bei Büchig größere Veränderungen. Hinter Laura Matthias wurde Lisa Postel von Position vier auf zwei vorgestuft, Felicitas Reif rückte aus der zweiten Mannschaft nach und verdrängte Natascha Elxnath von Platz drei. Laura Schmid als bisherige Nummer zwei steht dagegen nicht mehr im Aufgebot. Im letzten Aufeinandertreffen gewann Gamshurst zu Hause ohne Lubitz mit 8:4. Das Kuriose: Alle fünf Fünfsatzspiele wurden im Entscheidungssatz gewonnen, was letztlich zum klaren Sieg führte.

Die TTF Rastatt quälten sich in der letzten Runde zu Hause gegen den TTV Weinheim-West zu einem mageren 8:6-Erfolg. In dieser Partie fehlte jedoch Spitzenspielerin Susanne Gibs. Mit Neuzugang Elisabeth Bittner und Gibs auf den Plätzen eins und zwei soll die Weinheimer Festung nun eingenommen werden. Nina Merkel und Lea Ehinger spielen im hinteren Paarkreuz, Vanessa Moch soll im Doppel zum Einsatz kommen.

Unterschätzt werden dürfen die Nordbadenerinnen aber auf keinen Fall. "Wenn die in Bestbesetzung spielen, wird es gleich ein schweres Spiel", warnt Gibs. "Die haben zwei starke Spielerinnen dazubekommen." Können Hendrikje Haas und Jasmina Frauendorf, die bisher in der ersten Oberliga-Mannschaft spielten, erfolgreich in Schach gehalten werden, sollte aber eigentlich nichts schief gehen. (ti)

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