KSC holt Spiel am

KSC holt Spiel am

Von Christoph Ruf

Das Drittliga-Nachholspiel in Zwickau findet auf Betreiben der Polizei am Wunschtermin des Karlsruher SC statt. Alois Schwartz erfuhr den Termin für das Nachholspiel in Zwickau am 12. Februar (19 Uhr) unmittelbar nach dem Vormittagstraining: "Gut so", fand der KSC-Coach. "Für uns ist der Dienstag natürlich der bessere Termin. Nun hoffen wir natürlich, dass dann auch das Wetter mitspielt."

Damit findet das Duell gegen den Tabellen-12., das am vergangenen Samstag wegen heftiger Schneefälle abgesagt worden war, am Wunschtermin des KSC statt. Sportdirektor Oliver Kreuzer hatte beim DFB den Dienstag ins Spiel gebracht, damit das Team nach dem drei Tage vorher stattfindenden Auswärtsspiel in Jena (9. Februar, 14 Uhr) in den neuen Bundesländern bleiben kann und nicht binnen weniger Tage zwei weite Reisen auf sich nehmen muss.

Der FSV hatte hingegen den Mittwoch favorisiert, kann aber auch mit dem Dienstag-Termin gut leben: "In der Tabelle liegt alles eng beieinander", sagte FSV-Trainer Joe Enochs. "Da ist es gut, dass wir diesen Nachholer nicht ewig vor uns herschieben und Gefahr laufen, derweil ins Hintertreffen zu geraten."

Am vergangenen Samstag war der Karlsruher Tross bereits abfahrbereit gewesen, als um kurz vor 12 Uhr die Spielabsage vom DFB verkündet wurde - für den Karlsruher Trainer zu kurzfristig, um noch bei der Konkurrenz zu spionieren. "Ich habe noch überlegt, vom Wildpark aus nach Kaiserslautern zu fahren, aber selbst das hätte ich nicht mehr geschafft." Stattdessen schaute sich Schwartz zu Hause das Spiel des Tabellen-Ersten VfL Osnabrück gegen Meppen an, derweil Sportdirektor Kreuzer in Braunschweig den 2:0-Sieg des Tabellenletzten gegen Hansa Rostock beobachtete - immerhin ein Team, das Trainer Schwartz zum Kreis der Aufstiegsfavoriten zählt.

"Ich sage ja immer, dass in der Liga alles eng beieinander ist", so Kreuzer. "Auch Zwickau wird uns alles abverlangen." Umso zufriedener sei er, dass das Spiel nicht am Mittwoch stattfindet. "Da wäre das Intervall zu lang gewesen, wir wären dann auf jeden Fall zwischen den Spielen nach Karlsruhe zurückgefahren."

Letztlich entschied den Dienstags-Termin allerdings die sächsische Polizei, wie FSV-Pressesprecher Daniel Sacher berichtet. Denn da am Mittwoch im 100 Kilometer entfernten Dresden am Jahrestag der Bombardierung der sächsischen Landeshauptstadt vor 74 Jahren nicht weniger als 21 Demonstrationen angemeldet sind - darunter mehrere Aufmärsche von Gruppen aus dem Neonazispektrum -, sahen sich die Beamten nicht in der Lage, eine weitere Großveranstaltung abzusichern.

Bevor der aktuelle Tabellen-Zweite erneut in Richtung Thüringen und Sachsen aufbricht, steht als nächste Aufgabe erst einmal das Heimspiel gegen Fortuna Köln am kommenden Samstag auf dem Programm. Gut 7 000 Dauerkarten-Inhaber werden dann die Stadiontore passieren - allein 950 davon haben sich in den vergangenen Wochen eine spezielle Rückrunden-Dauerkarte zugelegt.

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