Keneth Schenkel nicht zu bremsen

Keneth Schenkel nicht zu bremsen

Über das Pfingstwochenende ließen es die Sportler der Landesverbände Bayern, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen, Württemberg sowie Baden wieder einmal richtig fliegen und fuhren ihre süddeutschen Meister im BMX-Racing aus. Austragungsort war der durchaus anspruchsvolle BMX-Racetrack im hessischen Weiterstadt, auf dem im Vorjahr die deutschen Meisterschaften stattfanden.

Lukas Rabe ging bei den Beginners in der Altersklasse neun und zehn Jahre respektvoll in den ersten Renntag. Nachdem er im ersten Lauf Bahn und Gegner noch mit Samthandschuhen anpackte, kam Lauf um Lauf Routine auf und der Halbfinaleinzug wurde klargemacht. Dort reichte es nicht, sich das Finalticket einzufahren. Im anschließenden B-Finale zeigte er den meisten seiner Gegner das Hinterrad und wurde Zweiter. Am zweiten Renntag knüpfte er laut Mitteilung an die Leistung des Vortages an und fuhr ähnlich gute Ergebnisse ein.

In der Altersklasse 15/16 Jahre stürzte Keneth Schenkel sich sprichwörtlich ins Rennen. Als er in den ersten beiden Vorläufen spürte, dass der vor ihm fahrende Lokalmatador auch nur mit Wasser kochte, wollte er es im dritten Vorlauf wissen. Dabei verschätzte er sich, verlor auf dem Waschbrett der dritten Geraden den Rhythmus und überschlug sich. Der Einzug ins Finale war ihm jedoch nicht mehr zu nehmen. Besonnen, schnell und technisch sauber entschied er den Endlauf für sich. Am zweiten Renntag ließ er seiner Überlegenheit freien Lauf und siegte in allen Vorläufen. Im Finale machte er es besonders spannend. Am Start rutschte er vom Pedal, was ihm einige Radlängen an Rückstand bescherte. Eisern kämpfte er sich nach vorn und schloss auf den Führenden auf. Die letzten Kraftreserven mobilisiert, griff Schenkel ausgangs der letzten Kurve dann beherzt an. Mit eisernem Willen verwies er seinen Gegner schließlich in die Schranken und wurde erneut Tages- und damit auch Gesamtsieger.

Bei den Lizenzmädels der Altersklasse elf und zwölf Jahre wollten es Mia Fährmann und Klara Bahrmann wissen und stellten sich ihren Konkurrentinnen. Fährmann schaffte es an beiden Tagen nicht, den Finaleinzug klarzumachen. Ihre Vereinskameradin hatte diesbezüglich etwas bessere Karten. Die Finalläufe waren an allen Positionen heiß umkämpft. Bahrmann fuhr an beiden Tagen und damit auch in der Gesamtwertung den achten Platz ein.

Eine Altersklasse darüber startete Elisa Fährmann bei den Lizenzgirls 13/14 Jahre. Hier machte sie eine richtig gute Figur, überzeugte durch technisch saubere Fahrweise, der nötigen Ausdauer bis über den Zielstrich hinweg und machte damit ihren Gegnerinnen unmissverständlich klar, dass man die Bühlertälerin auf der Rechnung haben musste. Den Finaleinzug machte sie an beiden Tagen perfekt und wurde Gesamtsiebte.

Bei den Ladies der Altersklasse 15/16 Jahre nahm Xenia Schenkel die Herausforderung an und war schnell unterwegs. Am Ende war ihr der dritte Platz auf dem Stockerl sicher.

Bei den Elite-Frauen hatte Laura Peter mit ihren international höchst erfahrenen Gegnerinnen ganz harte Nüsse zu knacken. Beharrlich mischte sie Lauf um Lauf an beiden Renntagen im Kampf um die Plätze mit und belegte am Ende einen vierten Platz. (red)

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