Überall zugelegt

Überall zugelegt

Von Michael Ihringer

Der Start war holprig. Und erinnerte sehr an den Rückrundenauftakt der vergangenen Saison. Nach drei, vier Landesliga-Spieltagen sah es ergebnistechnisch düster aus beim VfB Bühl, Erinnerungen wurden schnell wach. Ende August war davon auszugehen, dass der langjährige Verbandsligist erneut ein Dasein im grauen tabellarischen Mittelfeld fristet.

Zwei Monate später wird dem Betrachter einmal mehr klar, dass Fußball ein schnelllebiges Geschäft ist. Denn der VfB hat sich von ganz hinten nach ganz vorne vorgearbeitet, sechs Siege in Serie haben das Team auf Rang drei katapultiert. Mit gerade mal noch einem Pünktchen Rückstand auf den SC Hofstetten.

Und morgen könnte es noch mal einen Platz weiter nach vorne gehen, wenn just der Tabellenzweite im Hägenich bezwungen wird. Es hat sich also einiges getan seit Sommer.

Am wichtigsten für Trainer Alexander Hassenstein, der in seiner dritten Saison in Bühl an seine Premierenspielzeit nach dem Comeback anknüpfen kann, als man eine prima Runde hinlegte und nur knapp die Aufstiegsspiele verpasste: Die Trainingsbeteiligung ist eine ganz andere als noch vor zwei Monaten, das Team setzt die Vorstellungen des Trainers nun besser um und an der Einstellung wurde auch gearbeitet. Die Versäumnisse in diesen Bereichen hatten den sehr kritischen Übungsleiter in den ersten Saisonwochen noch arg genervt.

"Wir können jetzt jede Woche wieder 16, 17 Mann aufbieten", erklärt Vorstandsmitglied Bernd Bross. Zwar wird der wichtigste Akteur im Offensivbereich, der langzeitverletzte Simon Maurath, erst im nächsten Jahr wieder mitwirken können, doch die anderen Leistungsträger haben merklich zugelegt. "Max Fischer ist ein ganz wichtiger Mann, er macht einen guten Job", verweist Bross auf den Abwehrchef, der seit acht Jahren im VfB-Trikot die Konstanz in Person verkörpert. "Auch Benny Göhringer trägt sehr zur Stabilität bei, Nico Bohn hat einen großen Leistungssprung gemacht", nennt Bross weitere wichtige Säulen im nun funktionierenden Gesamtgebilde. Und Darwin Sabando Cedeno kann mit seinem Torriecher an guten Tagen jeder gegnerischen Abwehr Sorgen bereiten.

Im Gegensatz zu Spitzenreiter SC Durbachtal, das in der Vorwoche mit dem klaren 4:1 dem Verfolger SC die Grenzen in dessen eigenen Stadion aufzeigte, hat Hofstetten keine Ausnahmespieler, kommt eher von der Kompaktheit und Geschlossenheit des Kaders. Für die Ausgeglichenheit spricht auch das Torverhältnis von 25:10. Ein siebter Dreier in Folge würde dem VfB beste Perspektiven bieten.

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