"Ein Leben ist zu wenig": Gespräch mit Gregor Gysi

'Ein Leben ist zu wenig': Gespräch mit Gregor Gysi

Baden-Baden (red) - Gregor Gysi hat linkes Denken in Deutschland wesentlich geprägt und es wieder gesellschaftsfähig gemacht. Am Dienstag, 16. Oktober, stellt der Linken-Politiker um 20.30 Uhr im Rantastic seine Autobiografie "Ein Leben ist zu wenig" vor.

Ein Geschichtsbuch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts laut einer Mitteilung auf sehr persönliche Weise erlebbar macht. Es erzählt von Gysis zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater.

Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten

Kaum ein deutscher Politiker wurde so geschmäht, kaum einer schlug sich so erfolgreich durchs Gestrüpp der Anfeindungen - hin zu einer anerkannten Prominenz, heißt es weiter. In seiner Autobiografie erzählt Gregor Gysi, Jahrgang 1948, von seiner Berliner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten ("Rudolf Bahro war mein spannendster Fall"), beleuchtet die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion. Vor allem aber berichtet er von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben mit dem Herbst 1989 nahm, als der Jurist Politiker wird.

"Einfach wegrennen, das wollte ich nie", sagt Gysi, und er trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten. Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören. Das Gespräch über Buch und Leben moderiert der Berliner Journalist Hans-Dieter Schütt.

Tickets sind unter anderem in den BT-Geschäftsstellen erhältlich.

Foto: Gern

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