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Bestand erreicht kritische Grenze
Bestand erreicht kritische Grenze
25.01.2018 - 16:37 Uhr
Schwarzwaldhochstraße (red) - Der Auerhahn ist eines der prägnantesten Tiere im Schwarzwald. Die Zahl der Tiere geht jedoch zurück und nähert sich einer kritischen Grenze. Der Nationalpark Schwarzwald und die Forstliche Versuchsanstalt wollen dieser negativen Entwicklung entgegenwirken.

Jedes Jahr finden Zählungen des Auerhahns an den Balzplätzen im Schwarzwald statt. "Derzeit gibt es etwa 400 bis 500 Hühner im gesamten Schwarzwald", weiß Marc Förschler (Foto: Rendler), Biologe und beim Nationalpark zuständig für ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz.

Gründe für den Rückgang gibt es viele. Sie reichen von veränderten Lebensräumen, über Störungen durch die zunehmende Freizeitnutzung bis hin zum Klimawandel. Sicher ist, dass durch die sinkende Anzahl der Tiere in den beiden Populationen im Nord- und Südschwarzwald zunehmend eine Verinselung des Restvorkommens eintritt. Um das Jahr 1900 war die Alpen- und Schwarzwaldpopulation noch gut miteinander verbunden. Inzwischen gibt es fast keinen genetischen Austausch mehr.

Aussterberisiko erhöht durch geringere genetische Vielfalt

"Die geringere genetische Vielfalt erhöht dabei das Aussterberisiko deutlich, da dann auch Krankheiten einen kleinen Bestand in kurzer Zeit extrem schwächen können", bedauert Förschler. Kritisch ist, dass der entscheidende Schwellenwert von 500 Individuen, der für einen sicheren Erhalt des Auerhahns notwendig wäre, kaum noch erreicht wird.

Im Nationalpark selbst leben auf einer Fläche von rund 10000 Hektar noch knapp 50 Hähne, was eine Gesamtanzahl von 110 bis 140 Vögeln bedeuten dürfte.

Gezielte Maßnahmen zum Schutz

Die Verantwortlichen des seit drei Jahren existierenden Nationalparks ergreifen massive Maßnahmen, unter anderem gezielte Pflegeprojekte, um die restlichen Auerhühner zu schützen. Ein Fokus liegt auf den Lebensraumbereichen, in denen die Küken großgezogen werden. Diese brauchen zum gesunden Wachsen strukturreiche Wälder mit viel Totholz, um sich sonnen zu können, sowie Beerensträucher als Deckung.

Ein lichter Wald sorgt dafür, dass mehr Insekten unterwegs sind, deren Verzehr den Küken lebensnotwendiges Eiweiß liefert. Eine wichtige Maßnahme des Nationalparks umfasst die Einrichtung von Auerhuhn-Rückzugsgebieten in den Entwicklungs- und Managementzonen. Zudem soll das neue Wegekonzept dafür sorgen, dass Besucher sich nur in bestimmten Bereichen weit ab von den Auerhühnern aufhalten.

An der Grenze heißt es: "Stopp"

Der Einsatz der Mitarbeiter des Nationalparks endet jedoch an dessen Grenzen. Außerhalb davon setzt sich die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) für den Erhalt des markanten Vogels ein. Ein Aktionsplan für die Staatswälder existiert seit 2008, sagt Mitarbeiter Joy Coppes, zuständig für das Forschungsprojekt Auerhahn und das Monitoring. Der hohe Rückgang führe auch "zu einem politischen Druck", damit der Auerhahn nicht aus dem Schwarzwald verschwindet.

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