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KVV denkt an eine große Reform
KVV denkt an eine große Reform
21.10.2018 - 14:56 Uhr
Baden-Baden (tt) - Der öffentliche Nahverkehr sollpreiswerter und seine Tarifstruktur einfacher werden - das ist der erklärte Wille der Landesregierung. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat deshalb jüngst ein Förderprogramm vorgestellt. Es stellt den Verkehrsverbünden Zuschüsse in Aussicht, wenn sie Preise senken oder etwa die Zahl der Preisstufen, der Tarifzonen oder Ticketarten reduzieren.

Stuttgarter Verkehrsverbund als Vorbild?

Vorbild ist der Stuttgarter Verkehrsverbund (VVS), der zum 1. April 2019 einschneidende Veränderungen plant: Aus vorher 52 Tarifwaben sollen nur noch fünf Ringzonen werden, mit dem Stadtgebiet Stuttgart als innerstem Ring. Der Stuttgarter OB Fritz Kuhn (Grüne) sagte, dass viele Fahrgäste künftig um 25 bis 30 Prozent billiger fahren werden als bislang. Der VVS erwartet durch die Reform jährlich ein etwa 42 Millionen Euro großes Loch in der Kasse - diese Kosten werden von den VVS-Gesellschaftern getragen, also der Landeshauptstadt, den Landkreisen und dem Verband Region Stuttgart. 42 Millionen Euro Landesförderung gibt es obendrein.

Politische Entscheidung der Verbundgesellschafter

Dient Stuttgart als Vorbild für den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)? Das ist offen. Das Problem: Die Landesförderung für einfachere und günstigere Tickets ist zeitlich und finanziell begrenzt, während die Einnahmeausfälle für die Verkehrsunternehmen von Dauer sind. Deshalb, so sagt ein KVV-Sprecher dem BT, sei es letztlich eine politische Entscheidung der Verbundgesellschafter. Eine Reform wie in Stuttgart sei eine "denkbare Option - sofern geklärt ist, wer die entsprechenden Kosten trägt". Jedenfalls sei angedacht, in den kommenden Jahren für das KVV-Gebiet eine große Tarifstrukturreform durchzuführen. Ob der Tarif einfacher oder günstiger gestaltet werde und ob man sich dabei am Stuttgarter Reformmodell orientiere, das hänge ebenfalls vom politischen Willen der Gesellschafter ab. Dies sind die Städte Baden-Baden, Karlsruhe und Landau sowie die Landkreise Rastatt, Karlsruhe, Germersheim und Südliche Weinstraße.

Symbolfoto: tom

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