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In der Friedenstraße hat Obelix etwas vergessen
In der Friedenstraße hat Obelix etwas vergessen
08.11.2018 - 20:17 Uhr
Baden-Baden (hez) - Der Verdacht kommt auf, dass Obelix in der Friedenstraße unterwegs war und dort etwas vergessen hat. Denn die Zufahrt zur Baustelle eines Privathauses, auf der schon längere Zeit kaum gearbeitet wird, ist seit kurzem durch einen großen Stein versperrt, der irgendwie an die von Obelix so gerne herumgetragenen Hinkelsteine erinnert.

Doch der starke Gallier mit dem großen Herzen und der blau-weiß gestreiften Hose war wohl doch nicht in letzter Zeit in Baden-Baden zu Besuch. Vielmehr sind städtische Mitarbeiter für den Stein-Transport verantwortlich, der auf eine Aktion der Stadtverwaltung zurückgeht. Im Baudezernat des Rathauses ist ganz offensichtlich ein Kragen geplatzt. Das Bauvorhaben in der Friedenstraße hat nämlich zu einer der "ewigen" Baustellen in der Kurstadt geführt, die vor allem die Stadtverwaltung und die Anwohner gehörig nerven - man muss ja nur an die schon oft beschriebenen Zustände in der Seelachstraße erinnern.

Bolzplatz seit einem Jahr gesperrt

Bei dem Bauprojekt einer russischen Investorin in der Friedenstraße hat man seit mehr als einem Jahr einen dort befindlichen städtischen Bolzplatz gesperrt, um eine Baustellenzufahrt zu ermöglichen. Dass dort keiner mehr kicken kann, hat dem Vorhaben allerdings nur wenig genutzt.

Die Arbeiten sind in den vergangenen Monaten kaum vorangekommen - mehr als einige Kellermauern sind bislang kaum zu sehen. Stattdessen gab es aber mehrmals kleinere Schlammlawinen, die auch die Friedenstraße gehörig verschmutzten.

Für die Stadtverwaltung sind bei solchen privaten Dauerbaustellen die Eingreifmöglichkeiten beschränkt, weil einerseits eine Baugenehmigung vorliegt, andererseits aber eine Kontaktaufnahme mit manchen Investoren sehr schwierig ist.

Hoffnung auf Fortschritt war da

Noch zur Jahresmitte hatte Bürgermeister Alexander Uhlig Hoffnung auf Fortschritte in der Friedenstraße, nachdem man Kontakt zur Bauherrin bekommen hatte und bezüglich der Vereinbarungen "die Zügel straffer in die Hand" nehmen wollte. Doch das hat offensichtlich nichts gebracht. Weil Absprachen nicht eingehalten wurden, so erklärte jetzt Uhlig, hat man nun die Baustellenzufahrt abgesperrt.

Ob das Problem dadurch allerdings zu lösen ist, muss man abwarten. Am besten wäre es wohl, wenn Asterix und Obelix, gestärkt durch einige Tropfen Zaubertrank, hier wirklich einmal vorbeischauen und helfen könnten. Dann wäre das Haus wohl in einigen Minuten fertiggestellt.

Foto: Hoffmann

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