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Burger fordert rasche Aufklärung
Burger fordert rasche Aufklärung
24.12.2018 - 14:52 Uhr
Freiburg (dpa) - Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger sieht nach dem jahrzehntelangen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche schnellen Handlungsbedarf. Die Aufarbeitung müsse rasch vorangehen, sonst verliere die Kirche an Glaubwürdigkeit.

"Wir werden daran gemessen, wie konsequent und auch zeitnah wir all das aufarbeiten, was bisher liegen gelassen wurde", sagte Burger der Deutschen Presse-Agentur: "Dieser Prozess darf sich nicht in die Länge ziehen, die nötigen Konsequenzen für die Zukunft dürfen nicht aufgeschoben werden." Strukturen, die sexuellen Missbrauch und Machtmissbrauch begünstigen, müssten beseitigt werden, um weitere Taten zu verhindern. Freiburg ist mit 1,9 Millionen Katholiken eine der größten Diözesen in Deutschland.

F oto: dpa

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Von juergen sterk am Montag, 24.12.2018 um 20:03 Uhr
Burger fordert rasche Aufklärung
Worte - ohne Taten
„Dieser Prozess darf sich nicht in die Länge ziehen, die nötigen Konsequenzen für die Zukunft dürfen nicht aufgeschoben werden“
schöne Worte, doch Taten lässt Burger missen.
Er erklärt, dass Akten vernichtet und bereinigt werden. Wer die Vernichtung anordnete, davon wusste und sie angeordnet hatte und was für Folgen das hatte – keine Antwort. Warum?
Ich glaube nicht, dass eine solchen Aktenvernichtung ohne Anordnung, Wissen von der Führung erfolgte und erfolgen konnte. Dafür sind die Machtstrukturen zu massiv. Und zur Führung gehörte damals EB Robert Zollitsch, Domkapitular Maier und Offizial Stephan Burger.
Wie wird Zollitsch in dem aktuellen Interview zitiert?: "wir waren alle beteiligt".
Er übergibt die Akten der Staatsanwaltschaft. Richtig müsste es heißen:
Er übergibt die nicht vernichteten und Reste der (somit wohl ungefährlichen) Akten. Lässt wieder die „anderen“ die Arbeit machen.
Statt, wie ich schon 2010 forderte, selbst Nachforschungen anstellt. Unabhängige, neutrale vertrauenswürdige Anlaufstellen einrichtet.
Vergebens.
Mehrfach habe ich Stephan Burger aufgefordert "Ross und Reiter" zu benennen.
Und zB verbindlich zu erklären, ob er und die Erzdiözese in der Causa Birnau zuständig und verantwortlich. Vergebens.
Ich habe ihn aufgefordert, sich von den Tätern öffentlich zu distanzieren und wie es die Leitlinien der Bischöfe von 2002 vorsehen, zu handeln und auch Kirchenklagen einzureichen.
Vergebens.
Antwort aus dem Erzbistum 2018: "das sei rechtlich nicht möglich". Kirchenrechtler sind da anderer Meinung.
Er selbst hatte Kenntnis von meiner Kirchenklage an den Vatikan und hat weder 2010 als Offizial noch in den drei Jahren als Erzbischof etwas unternommen. Gewartet bis der Täter gestorben ist. (...)
Er hat mit Zollitsch ein Gespräch geführt. Das Ergebnis? Zollitsch thront immer noch in der Bischofsresidenz auf Kosten der Steuerzahler, während Opfer vergebens auf angemessene Entschädigung warten.
In einem Video sagt Burger „ „Die Fehler, die in der Vergangenheit gemacht worden sind…“
Ich warte vergeblich auf ein Schuldeingeständnis, dass und welche Fehler er Burger konkret selbst gemacht hat.
Als Teil dieser Struktur, die er jetzt kritisiert. Als Offizial und als Erzbischof.
Wenn ich mir die ganzen "Leichen" oder "Bomben" in den diversen Kirchenkellern vorstelle, die jederzeit an Tageslicht kommen oder hochgehen könnten, dann hätte ich an seiner Stelle auch Angst. Allerdings nur, solange ich nicht selbst den Mut habe, in den Keller zu gehen und selbst Licht ins Dunkel zu bringen und aktiv beginne, die Bomben zu entschärfen.
Mein Eindruck: Burger macht nur eine Kellertüre auf, nachdem er die dahinter liegenden Türen zumauern ließ.
Bischof Wilmer erkannte „Es geht um Gerechtigkeit, nicht um den Ruf der Kirche. Das wäre gewissermaßen nur ein Kollateralnutzen“.
Burger sagt zwar , er will, „dass den Betroffenen Gerechtigkeit widerfährt..“ seine Taten sprechen eine andere Sprache:
Wenn ich lese, dass den besonders schweren Fällen in Oberharmersbach bis zu 30.000.- angeboten werden, dann ist das keine Gerechtigkeit, sondern eine Lachnummer. Eine Verhöhnung der Opfer.
Einmal „Stinkefinger zeigen“ kostet bei einer Anzeige i.d.R. 4.000.- Euro, d.h. das Erzbistum Freiburg empfindet 400 und mehr sexuelle Übergriffe übelster Art als etwa so schlimm, wie achtmal Stinkefinger zeigen oder 12 mal „dumme Sau“ sagen (kostet i.d.R. 2500.-) Die Opfer ernst nehmen, sieht anders aus. Mein Eindruck ist, dass es dem Erzbistum Freiburg immer noch in erster Linie um sich und die Täter geht und erst in dritter Linie um die Opfer.

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