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Vermittlung von Facharztterminen weiter schwierig
Vermittlung von Facharztterminen weiter schwierig
03.01.2019 - 09:35 Uhr
Stuttgart (lsw) - Die Vermittlung von Terminen bei einem Facharzt über die Terminservicestelle (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg läuft weiter schleppend: Nur etwa ein Drittel der gesetzlich Versicherten, die das Angebot in Anspruch nehmen wollen, werden bislang an einen Mediziner der gewünschten Fachrichtung vermittelt.

Nach einer Auswertung der KV riefen im dritten Quartal 2018 rund 9.700 Menschen wegen eines Terminwunsches an - in lediglich 3.460 Fällen glückte die Vermittlung. Das ist nur eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Start der TSS im Jahr 2016. Damals hatte die Vermittlungsquote bei 25 Prozent gelegen.

"Entweder fehlt die dringliche Überweisung durch den Hausarzt oder der Patient will den angebotenen Termin nicht haben, weil ihm der Zeitpunkt oder der Weg nicht passen oder er zu einem bestimmten Arzt will", erläutert KV-Sprecher Kai Sonntag in Stuttgart die Gründe.

Bei Psychotherapie klappt es

Die KV ist gehalten, einen Termin in einem Zeitraum von vier Wochen in zumutbarer Entfernung anzubieten. Damit sollen die Wartezeiten für gesetzlich Versicherte verringert werden. Falls die Vermittlung scheitert, soll ein Behandlungstermin im Krankenhaus festgesetzt werden. Diese ambulante Versorgung müssen die niedergelassenen Ärzte bezahlen.

Es gibt aber bei der Vermittlung einen positiven Ausreißer: die Gruppe der Psychotherapeuten, die seit 2017 auch Termine über die TSS vergeben. Sie müssen mehrere Sprechstunden in der Woche anbieten. Hier war die Vermittlung im dritten Quartal 2018 in allen über 1.800 Fällen erfolgreich.

Die telefonische Vermittlung erfolgt durch eine Handvoll Mitarbeiter der KV. Fachärzte sind gebeten, Termine bereitzustellen. Die größten Probleme gebe es dabei mit Spezialisten wie Rheumatologen, Endokrinologen, Lungenärzten oder Neurologen, deren Anzahl einfach nicht so groß sei, erklärt der Sprecher der KV.

Symbolfoto: dpa

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