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Plädoyers im Pflegeoma-Prozess
Plädoyers im Pflegeoma-Prozess
18.02.2019 - 10:38 Uhr
Heilbronn (lsw) - War es Totschlag oder sogar Mord? Knapp zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Jungen in Künzelsau bei Heilbronn geht der Prozess gegen dessen Pflegeoma am Montag (14 Uhr) mit den Plädoyers in die Schlussrunde. Die ehemalige Krankenschwester soll für den Tod des ihr anvertrauten Siebenjährigen verantwortlich sein.

Angeklagt war sie wegen Totschlags. Dafür liegt die Höchststrafe bei 15 Jahren. Die Staatsanwaltschaft könnte aber auch auf lebenslange Haft wegen Mordes plädieren. Es gebe Hinweise auf das Mordmerkmal niedere Beweggründe, hatte Anklagevertreter Harald Lustig angedeutet. Der Anwalt der Nebenkläger geht vom Mordmerkmal der Heimtücke aus.

Der Vater des Jungen hatte ihn am 28. April morgens mit Würgemalen am Hals tot in einer Badewanne voller Wasser entdeckt. Seit fünf Jahren wurde der Junge immer wieder von der Frau betreut. Des Öfteren habe er auch im Haus der Pflegeoma übernachtet, so die Ermittler. Der Junge soll gern bei ihr gewesen sein, nannte sie "Oma Elisabeth".

Ein Gutachter hatte ausgesagt, dass die Angeklagte zur Tatzeit wohl keine schwere Depression gehabt habe. Die Angeklagte machte erst gegen Ende des Prozesses Angaben zum Tathergang. Sie seien jedoch widersprüchlich gewesen, befand Richter Roland Kleinschroth.

Der Termin für die Schlussvorträge hatte sich verzögert, weil sich die Verteidigerin der 70-Jährigen vor zwei Wochen krank gemeldet hatte. Das Urteil soll am 26. Februar fallen.

Archivfoto: dpa

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