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WGM erinnert an Selbstversenkung der deutschen Flotte
WGM erinnert an Selbstversenkung der deutschen Flotte
10.08.2019 - 06:29 Uhr
Rastatt (red) - Der Schlachtkreuzer "Seydlitz" lief 1912 vom Stapel, sank 1919, wurde 1928 gehoben und 1930 schließlich abgewrackt. Zur Erinnerung an die Selbstversenkung der deutschen Flotte in Scapa Flow vor 100 Jahren wird ein Modell des Schiffs bis 11. August im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt gezeigt.

Auf dem Meeresgrund der Bucht von Scapa Flow, im südlichen Teil der schottischen Inselgruppe der Orkneys gelegen, finden sich nach wie vor sieben große Wracks der einst hier internierten 74 deutschen Schiffe. Ein Großteil wurde seit den 1920er-Jahren geborgen, um sie abzuwracken und das Metall zu verwerten.

Die kampfkräftigsten Schiffe mussten in einem fremden Hafen interniert werden

Nach den Bestimmungen des Waffenstillstands vom November 1918 mussten die kampfkräftigsten Schiffe der deutschen Flotte in einem fremden Hafen interniert werden. Die Briten befahlen als Standort die Bucht von Scapa Flow, wo die deutschen Schiffe seit dem 24. November 1918 lagen. Das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt nimmt dies zum Anlass, um mit einer kleinen Foyerausstellung im Gartensaal des Museums an die Selbstversenkung der deutschen Flotte in der britischen Internierung im Sommer 1919 zu gedenken. Zentrales Ausstellungsobjekt ist ein Schiffsmodell der "SMS Seydlitz" im Maßstab 1:100. Das Fahrmodell schuf Rainer Ungänz in der Zeit von 1978 bis 1998 und es wird regelmäßig zu Wasser gelassen.

Schiff "Seydlitz" war der letzte Schlachtkreuzer

Das Schiff "Seydlitz" war der letzte "Große Kreuzer", also Schlachtkreuzer, der noch im Frieden in Dienst kam. Entsprechend wurde er in der Öffentlichkeit bekannt. "Seydlitz" war jenes Kriegsschiff der Kaiserlichen Marine, das in den beiden großen, blutigen Seeschlachten des Ersten Weltkriegs (1915 Doggerbank, 1916 Skagerrak) mit am heftigsten gelitten hat. Hunderte von Matrosen starben an Bord. Insofern ist hier am Beispiel des Schiffsschicksals von "Seydlitz" die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Krieg und Marine im Ersten Weltkrieg besonders deutlich, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Der Eintritt ins Wehrgeschichtliche Museum, das allerdings am heutigen Samstag wegen der Veranstaltung "Cocoon in the Red Residence" geschlossen ist, kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro. Enthalten sind eine Führung im Schloss Rastatt und die Foyerausstellung. Weitere Informationen unter (0 72 22) 3 42 44.

www.wgm-rastatt.de

Foto: Wehrgeschichtliches Museum

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