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Schulsozialarbeit auf der Kippe
Schulsozialarbeit auf der Kippe
31.08.2019 - 16:55 Uhr
Stuttgart (lsw) - Mehr als 2.600 Schulsozialarbeiter schauen mittelfristig in eine ungewisse Zukunft: Die Landesförderung ihrer Stellen läuft in vier Monaten aus - ohne dass eine Neuregelung ihre Arbeitsplätze absichere, wie der Städtetag kritisiert.

Allerdings dürfte die Mehrzahl vorerst auf die Verträge mit den Kommunen vertrauen, sagte Bildungsdezernent Norbert Brugger in Stuttgart. "Wenn das Land aber seine Förderung nicht fortsetzt und ausweitet, steht die Schularbeit in jetziger Form infrage."

Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) sei seinen im Mai angekündigten Vorschlag für die weitere Förderung immer noch schuldig. "Wir brauchen wenigstens einen klaren Fahrplan zum weiteren Vorgehen bei einem Sozialthema, das die Landesregierung stets für wichtig erklärt hat." Bislang fördert das Land jede Vollzeitstelle mit 16.700 Euro, ohne die Summe seit 2012 an Tariferhöhungen angepasst zu haben. Brugger: "Das entspricht nicht der vereinbarten Landesbeteiligung von einem Drittel." Der dynamisierte Wert liege bei 22 000 Euro. In Summe müsse das Land seine Förderung bis 2023 auf 50 Millionen Euro fast verdoppeln. Der Stellenbedarf werde sich bis dahin um 900 auf 3500 erhöhen.

Schulsozialarbeiter bieten Hilfe bei zahlreichen Problemen an - etwa bei Mobbing, Scheidungskonflikten oder Drogen. Die Fachkräfte entlasten damit die Lehrer. Insbesondere der Ausbau der Angebote für die Jüngsten sei wichtig, betonte Brugger. Knapp 40 Prozent der nahezu 2400 öffentlichen Grundschulen haben Schulsozialarbeiter unter Vertrag, deutlich weniger als die weiterführenden Schulen.

Foto:Uli Deck/dpa

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