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Den Gartenteich winterfest machen
Den Gartenteich winterfest machen
27.10.2019 - 14:20 Uhr
Wiesbaden (red) - Damit sich Fischliebhaber auch im kommenden Frühjahr wieder an ihren Tieren im Gartenteich erfreuen können, ist es wichtig, den Teich winterfest zu machen. Das beginnt schon mit dem Fallen der Blätter im Herbst, heißt es in einer Pressemitteilung des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF).

"Laub im Gartenteich sieht nicht nur unschön aus, sondern gefährdet auch die Wasserqualität", mahnt Dr. Stefan Karl Hetz, Biologe und Fachreferent beim ZZF. Um zu verhindern, dass die Blätter auf den Boden des Teichs sinken, entfernen Gartenteichbesitzer sie am besten täglich mit einem Kescher. Die Alternative ist, ein möglichst engmaschiges Netz über den gesamten Teich zu spannen, um das Laub aufzufangen. Denn die herabfallenden Blätter verbrauchen beim Zersetzen auf dem Grund des Gartenteichs Sauerstoff und setzen Nährstoffe frei, die für ein starkes Algenwachstum im Frühjahr verantwortlich sind.

Teichschlammsauger können Teichboden säubern

Ufer- und Wasserpflanzen sollten aus demselben Grund zurückgeschnitten werden. "Für die Entfernung der bereits vorhandenen Verschmutzungen auf dem Teichboden eignen sich Teichschlammsauger, die Fischhalter im Fachhandel kaufen oder leihen können", informiert Hetz.

Ab zehn Grad nicht mehr füttern

Damit die Fische den Winter gesund überstehen, sollten sie ab einer Temperatur von rund zehn Grad nicht mehr gefüttert werden. "Bei niedrigen Temperaturen besitzen Fische als wechselwarme Tiere einen geringen Stoffwechsel. Zusätzlich können sie ihn weiter reduzieren. Sie nehmen dann keine Nahrung mehr auf, sind inaktiv und zehren von ihren Körperreserven", erklärt der Biologe. Füttert der Halter trotzdem weiter, landen die Futterreste am Grund des Teichs. Dort verbrauchen sie den lebensnotwendigen Sauerstoff und setzen Faulgase frei, die in einem zugefrorenen Gartenteich nicht entweichen und die Tiere vergiften können.

Teich darf nicht komplett zufrieren

"Bei anhaltenden Minustemperaturen sollten Gartenteiche mit Zierfischen auf keinen Fall zufrieren. Das kann für die Fische tödlich enden, weil sie nicht genügend Sauerstoff bekommen", warnt Hetz. Am Boden eines tiefen, frostsicheren Teiches - ab etwa 80 Zentimeter Wassertiefe - ist das Wasser zwar in der Regel vier Grad warm. Trotzdem sollten alle Fischhalter bei niedrigen Temperaturen täglich kontrollieren, ob der Teich ganz zugefroren ist oder gegebenenfalls am Tag wieder auftaut und die Fische über offene Stellen Sauerstoff bekommen.

Nicht mit Hammer und Axt Eis entfernen

Ist auch tagsüber für mehrere Tage eine dünne Eisdecke vorhanden, sollte diese an einigen Stellen vorsichtig abgehoben werden. "Bitte nicht mit einer Axt oder einem Hammer ein Loch ins Eis schlagen", rät Hetz. "Die entstehenden Druckwellen können die Fische erschrecken und sogar deren lebenswichtige Schwimmblase schädigen."

Foto: WZF/Ulrike Schanz

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