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Mehr Geld für den Wald
Mehr Geld für den Wald
19.12.2019 - 07:02 Uhr
Stuttgart (lsw) - Der Notfallplan des Landes für den angeschlagenen Wald im Südwesten wird umfangreicher finanziert als bislang bekannt. Neben dem Volumen von jeweils 40 Millionen Euro aus Landesmitteln in den Jahren 2020 und 2021 hat der Bund weitere rund 25 Millionen Euro zugesagt. Damit hätte der Notfallplan ein Volumen von jährlich rund 53 Millionen Euro pro Jahr. Agrarminister Peter Hauk (CDU) will am Donnerstag mitteilen, in welche Projekte und Maßnahmen das Geld investiert werden soll.


Dazu zählen nach früheren Angaben des Ministeriums neben der Wiederbewaldung auch die Klimafolgenforschung sowie Dutzende weitere Personalstellen in der Forstverwaltung. Auch Fördermittel für Waldbesitzer und Mittel für Schutzmaßnahmen zum Beispiel gegen Borkenkäfer sind Teil des Pakets. Bis zum Frühjahr 2020 soll nach früheren Angaben zudem ein "Masterplan Wald" ausgearbeitet werden - nach diesem könnten die Kosten über einen Zeitraum von zehn Jahren rund eine halbe Milliarde Euro betragen.

Dürre und Borkenkäfer setzen Bäumen zu

Zwei trockene Sommer in Folge und massive Schäden durch den Borkenkäfer haben den Bäumen im Südwesten enorm zugesetzt. Drastische Schäden gibt es vor allem an Buchen, im Rheintal fällt nach Angaben der Forstexperten die Kiefer auf großen Flächen aus, in weiten Teilen Baden-Württembergs sind die Tannen enorm beschädigt und den Fichtenbestand hat der Borkenkäfer angegriffen.

Wald bedeckt gut 38 Prozent der Landesfläche

Nach Angaben des Forstministeriums haben Dürre und Hitze einen Schaden in Höhe von fast 340 Millionen Euro angerichtet. Es muss demnach eine Fläche von rund 15.600 Hektar bepflanzt werden. Beschädigt wurde sogar eine doppelt so große Fläche, wie aus einer Hochrechnung des Ministeriums für den Zeitraum zwischen 2018 und 2021 hervorgeht. Der Wald im Südwesten ist rund 1,4 Millionen Hektar groß - das entspricht 38,4 Prozent der Landesfläche.

Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

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