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Bad-Räumung: Ursache noch unklar
Bad-Räumung: Ursache noch unklar
30.12.2019 - 16:26 Uhr
Weinheim (lsw) - Nach der Räumung eines Weinheimer Freizeitbades aufgrund von Haut- und Atemwegsreizungen bei mehreren Gästen suchen Ermittler nach der Ursache. Am Sonntagabend hatten rund 1.400 Besucher das Bad im Rhein-Neckar-Kreis vorzeitig verlassen müssen, nachdem mehrere Gäste über Hautrötungen oder Husten geklagt hatten.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden zwei junge Frauen nach einem kurzen Klinikaufenthalt bereits entlassen. Einer 13-Jährigen gehe es gut, sie stehe aber noch unter Beobachtung. Der Badebetrieb wurde am Montag wieder aufgenommen, nachdem Messungen der Luft im Bad und eine Überprüfung der technischen Anlagen unbedenklich ausgefallen seien. "Es besteht keine Gefahr", sagte ein Polizeisprecher.

Noch viele Fragen offen

Auf einer Badetextilie, die eine über Beschwerden klagende 32-Jährige nach dem Saunabesuch wieder angezogen hatte, sei ein Stoff gefunden worden, der in Reinigungs- und Desinfektionsmitteln enthalten sei. Die Frage, ob dieser wirklich für die Beschwerden verantwortlich sei und wenn ja, ob er absichtlich im Bad verbreitet worden sei, werde noch geklärt. Weitere Badebekleidung, die im Saunabereich in offenen Regalen deponiert wird, werde untersucht.

Aber auch Besucher, die die Sauna nicht besuchten, klagten über Beschwerden, wie der Polizeisprecher erläuterte. 66 Menschen seien vom Rettungsdienst beim Verlassen des Gebäudes in Augenschein genommen worden. Laut Sprecher ist es möglich, dass auch normale Folgen des Badens in chlorierten oder Salzwasserbecken wie Augenrötungen gemeldet wurden.

Polizei, Feuerwehr, Kriminaltechnik und Task Force der Feuerwehr eingesetzt

An der Evakuierung des Bades waren jeweils mehr als 40 Polizisten und Feuerwehrleute beteiligt. Spezialisten der Kriminaltechnik und der analytischen Task Force der Berufsfeuerwehr Mannheim seien in die Klärung des Falls einbezogen.

Der Betreiber betonte, alle Anlagen seien kontrolliert worden. Dabei habe sich keine Fehlfunktion ergeben. Es sei richtig, auch in Verdachtsfällen vorsorglich zu handeln, selbst wenn sich hinterher herausstelle, dass es sich um einen Fehlalarm oder eine reine Vorsichtsmaßnahme handele.

Foto: René Priebe/dpa

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