Schwerpunktkontrolle: 244 Beanstandungen

Schwerpunktkontrolle: 244 Beanstandungen

Karlsruhe (red) - Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Karlsruher Polizei haben in der Nacht auf Samstag erneut eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle im Tram- und Stadtbahnverkehr durchgeführt. Bei der Aktion waren über 40 Polizeibeamte und mehr als 44 Fahrscheinprüfer im Einsatz.

"Ziel der Großkontrolle war es, das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken und Straftaten zu verhindern", schreibt die Polizei. Rund sieben Stunden lang kontrollierten die Einsatzkräfte den Innenstadtbereich zwischen Europaplatz, Hauptbahnhof und Kronenplatz.

Insgesamt gab es 224 Beanstandungen. 13 Personen wurden demnach beim Konsum von Alkohol in den Tram- und Stadtbahnlinien erwischt. Vier Personen mussten ermahnt werden, da sie ihre Füße auf dem Sitz platziert hatten.

Viele Fahrgäste mit Rauschgift unterwegs

Neben zahlreichen Verstößen im Zusammenhang mit der Nutzung der Straßenbahnen gab es auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen ausländerrechtliche Bestimmungen, Betrugsdelikte in Form von gefälschten Fahrkarten sowie Körperverletzungen und Widerstandshandlungen gegenüber den Vollstreckungsbeamten.

"Überraschend war erneut die durchgehend hohe Quote von Fahrgästen, die im Besitz von Rauschgift waren", heißt es in der Mitteilung weiter. Die Polizei stellte neun Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest.

Fremden Ausweis angeblich gefunden

Aufgedeckt wurden des Weiteren zwei ausländerrechtliche Verstöße. Bei einer festgenommenen Person konnte erst nach umfangreichen Recherchen über ausländische Behörden und mittels eines Dolmetschers festgestellt werden, dass sie sich schon längere Zeit illegal im Bundesgebiet aufgehalten hatte. In einem anderen Fall wurde bei einem Asylbewerber unplausibel viel Bargeld aufgefunden. Ein weiterer wurde mit einem fremden Ausweis erwischt, den er angeblich gefunden hatte.

Um während der Schwerpunktkontrolle eine Beeinträchtigung des Fahrplantaktes zu vermeiden, hatte die Polizei im Innenstadtbereich Standposten eingerichtet, an denen Fahrgäste ohne gültiges Ticket gebeten wurden, die Bahnen zu verlassen, um ihre Personalien aufnehmen zu können.

Foto: Polizei

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