Bachwasserentnahme strenger geregelt

Bachwasserentnahme strenger geregelt

Baden-Baden (red) - Bei anhaltender Trockenheit steigt der Bedarf, Gärten, Felder und Rasenflächen zu bewässern. Als praktische und bequeme Möglichkeit für Bachanrainer scheint sich dazu die Wasserentnahme aus dem Bach anzubieten. Wie nun das städtische FG Umwelt und Arbeitsschutz mitteilt, gibt es mit dem seit 2014 in Kraft getretenen Landeswassergesetz keinen "Eigentümer- und Anliegergebrauch von Gewässern" mehr. Das bedeutet, dass die Benutzung eines Gewässers nur im Rahmen des Gemeingebrauchs erfolgen darf.

Das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen, wie Eimer oder Gießkanne, ist erlaubt, wenn dadurch "keine nachteiligen Veränderungen der Eigenschaften des Wassers, keine wesentliche Verminderung der Wasserführung und keine andere Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes zu erwarten sind". Bei anhaltender Trockenheit und entsprechend niedrigen Wasserständen haben bereits geringfügige Wasserentnahmen nachteilige Auswirkungen auf die Gewässerökologie vor allem in den kleineren Gewässern.

Kein Wasser aus Bächen entnehmen

"Wir appellieren an die Verantwortung jedes Einzelnen, derzeit kein Wasser aus den Bächen im Stadtkreis zu entnehmen", so Thomas Eckerle von dem städtischen FG Umwelt und Arbeitsschutz.

Nicht zulässig sind auch das Aufstauen von Gewässern und die Entnahme größerer Wassermengen ohne wasserrechtliche Erlaubnis, beispielsweise mit elektrischen Pumpen. Fazit: Erlaubt bleibt lediglich, geringe Mengen, etwa mit einer Gießkanne, zu entnehmen.

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