PFC-Flächen werden größer

PFC-Flächen werden größer

Rastatt/Baden-Baden (ml) - Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat den nachgeordneten Behörden neue "Geringfügigkeitsschwellenwerte" für per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) vorgegeben. Sie gelten als Beurteilungskriterien für die Feststellung einer PFC-Belastung des Grundwassers oder von Sickerwasser.

Anstieg der Flächen auf 644 Hektar

Weil die Erforschung der PFC-Problematik noch nicht sehr weit vorangeschritten ist, vermeiden die zuständigen Behörden den Begriff Grenzwerte und sprechen von Geringfügigkeitsschwellenwerten. Werden die darin benannten Vorkommen von PFC im Boden oder im Wasser erreicht oder überschritten, gelten sie als belastet. Das Ministerium geht davon aus, dass aufgrund der neuen Werte die PFC-belasteten Flächen im Raum Rastatt und Baden-Baden von bislang 545 Hektar auf 644 Hektar ansteigen werden. Im Raum Mannheim dürften sie hingegen mit rund 240 Hektar nahezu gleich bleiben.

Da die hinzukommenden Flächen in Mittelbaden aber bereits als verdächtig galten, wurden laut Ministerium Maßnahmen zum Verbraucherschutz - wie etwa das Vorernte-Monitoring - auf Erzeugnissen dort angebauter landwirtschaftlicher Produkte schon vor dem Erlass angewandt.

Symbolfoto: dpa

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