Wohin mit dem vielen Obst?

Wohin mit dem vielen Obst?

Rastatt (red) - Die Saftereien und Keltern haben dieses Jahr bereits früher mit der Verarbeitung begonnen, um die anfallenden großen Obstmengen verarbeiten zu können. Auch die Gemeinden mit Keltern haben diese schon geöffnet und zusätzlich mobile Saftpressen bestellt.

Wie die Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau im Landratsamt Rastatt mitteilt, findet am 16. September zum Thema Obstverwertung der Streuobsttag des Landkreises in Bietigheim statt.

Dort wird angeboten, Äpfel vor Ort zu pressen und den Saft abfüllen zu lassen. Obstsaft, abgefüllt im System "Bag-in-Box", ist verschlossen mindestens zwei Jahre haltbar und damit immer wieder auch ein interessantes Geschenk. Verstärkt soll in diesem Jahr für Obst-Sammelaktionen geworben werden.

Weiterhin rät die Beratungsstelle, dass insbesondere Steinobst wie Zwetschgen und Mirabellen von den Bäumen gepflückt werden sollten. Dies sei erforderlich, damit es nicht zu gravierenden und nachhaltigen Astschäden komme.

Fallobst nicht einfach liegen lassen

Allerdings darf Fallobst nicht gehäuft an die Stämme der Bäume gelegt werden. Hier droht im Winter ein massiver Befall mit Feldmäusen, da auch diese sich aufgrund des warmen und trockenen Jahres stark vermehrt haben. Das flächige Liegenlassen auf den Wiesen ist laut Beratungsstelle auch keine Lösung, da im Winter Wildschweine auf die Flächen gelockt werden könnten.

Kleine Mengen an Obst in die Biotonne

Alternativ besteht die Möglichkeit der Aufschichtung des Fallobsts zu einer Art Kompostmiete, die allerdings mit Erde oder Gesteinsmehl abgedeckt werden sollte. Wer einen Brandweinhersteller (Brenner) kennt, kann zudem anfragen, ob noch Bedarf an Brennmaterial vorhanden ist.

Fallobst von Äpfeln, Birnen oder Mirabellen oder auch Obstreste vom Abpressen für Säfte können nicht auf den Grüngutsammelplätzen angenommen werden.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises weist darauf hin, dass der richtige Verwertungsweg für Kleinmengen von Fruchtabfällen die Biotonne ist. Größere Mengen können direkt zu den Kompostieranlagen im Landkreis gebracht werden. Dies sind der Kompostierbetrieb Jakob in Iffezheim und die Kompostanlage Vogel in Bühl-Vimbuch. Bei den Kompostierbetrieben werde das Material zügig verarbeitet.

Symbolfoto: dpa

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