Ende April: Prozess um Jägermord

Ende April: Prozess um Jägermord

Karlsruhe (lsw) - Der Fall des getöteten Jägers aus Birkenfeld (Enzkreis) wird ab 29. April vor dem Karlsruher Landgericht verhandelt. Angeklagt ist ein 30-Jähriger wegen Mordes. Wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte, sind bis zum 13. September 21 Verhandlungstage geplant.

Laut "Pforzheimer Zeitung" liegen bei der Staatsanwaltschaft Ordner mit rund 16.000 Seiten Material.

Drei Mitangeklagte im Alter von 26, 27 und 42 Jahren sollen dem hauptangeklagten Italiener geholfen haben. Sie sollen außerdem geplant haben, eine Frau umzubringen. Zu der Tat kam es aber nicht.

Waldarbeiter findet Leiche Anfang Oktober

Ein Waldarbeiter hatte die Leiche des Jägers Anfang Oktober 2018 zwischen Pforzheim und Tiefenbronn gefunden. Davor galt der Mann, der in seinem Haus legal Waffen lagerte, als vermisst. Nachbarn hatten ihn zum letzten Mal am Abend des 29. Augusts gesehen und von einem Streit zwischen ihm und zwei Männern berichtet. Weil es Blutspuren im Haus gab, ging die Polizei von einem Verbrechen aus.

DNA-Nachweis führt zu weiteren Verdächtigen

Eine Sonderkommission ermittelte danach gegen den 42-Jährigen, der dem Hauptverdächtigen dabei geholfen haben soll, die Leiche des Jägers zu beseitigen und die etwa zwei Dutzend Waffen aus dem Haus abzutransportieren. Ihr Verbleib ist weiter unklar. Auf die Spur der im Oktober festgenommenen weiteren Verdächtigen kam die Polizei durch einen DNA-Nachweis am Tatort.

Hauptverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft

Der Hauptverdächtige sitzt in Untersuchungshaft und schweigt. Die drei anderen Männer, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft teilweise geständig sind, befinden sich gegen Meldeauflagen auf freiem Fuß.

Foto: dpa

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